EU, Großbritannien bestellen 75 Millionen Corona-Impfdosen von Sanofi
Zwei Jahre nach Ausbruch der Pandemie könnten die Europäer:innen bald Auffrischungsdosen vom französischen Unternehmen Sanofi erhalten. So hofft der Pharmariese, nach dem Fiasko des Impfstoffwettbewerbs wieder auf die Beine zu kommen.
Zwei Jahre nach Ausbruch der Pandemie könnten die Europäer:innen bald Auffrischungsdosen vom französischen Unternehmen Sanofi erhalten. So hofft der Pharmariese, nach dem Fiasko des Impfstoffwettbewerbs wieder auf die Beine zu kommen.
Das Pharmaunternehmen hat im vergangenen Juni in Zusammenarbeit mit dem britischen Labor GSK eine Auffrischungsdosis entwickelt, die besonders wirksam gegen die Varianten Omicron und Beta ist.
Obwohl der Impfstoff noch nicht auf dem Markt ist, hofft Sanofi, dass er im Herbst dieses Jahres erhältlich sein wird. Nach erfolgreicher klinischer Prüfung steht der Impfstoff nun vor der Freigabe durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA).
Angesichts der Tatsache, dass Europa vor der siebten Corona-Welle steht, kann dieser sogenannte Universalimpfstoff allen Menschen als Auffrischungsdosis injiziert werden, unabhängig davon, welchen Impfstoff sie als Erstimpfung erhalten haben.
In Erwartung dessen hat die Produktion des Impfstoffs in Frankreich bereits begonnen, zumal „die EU und das Vereinigte Königreich bisher 75 Millionen Dosen bestellt haben“, so ein Sprecher des Labors gegenüber EURACTIV Frankreich. Die Verteilung der Dosen auf die verschiedenen EU-Länder ist noch nicht bekannt.
„Sollte sich herausstellen, dass der Sanofi-GSK-Impfstoff am wirksamsten gegen die neuen Varianten ist, könnte die EU weitere Dosen bestellen“, so der Sprecher weiter.
Die Sanofi-GSK-Auffrischungsdosis könnte das Scheitern des ersten Impfstoffentwicklungsprogramms des französischen Pharmariesen wettmachen, der für das Land eine nationale Schmach war.
„Wir müssen zugeben, dass es ein Fehlschlag war […] in Bezug auf die notwendige Geschwindigkeit“, sagte Serge Weinberg, der Vorsitzende des Konzerns, am 3. Mai vor den Aktionär:innen.