EU gespalten zu Atomkraft [DE]
Der 50. Jahrestag der Verträge von Rom markierte ebenfalls das fünfzigjährige Bestehen des Euratom-Vertrages, dessen ursprüngliches Ziel war, die Entwicklung von Atomkraft in Europa voranzutreiben. Umweltschützer wollen derweil den Vertrag zu Grabe tragen.
Der 50. Jahrestag der Verträge von Rom markierte ebenfalls das fünfzigjährige Bestehen des Euratom-Vertrages, dessen ursprüngliches Ziel war, die Entwicklung von Atomkraft in Europa voranzutreiben. Umweltschützer wollen derweil den Vertrag zu Grabe tragen.
Während die Atomindustrie argumentiert, dass der Euratom-Vertrag unerlässlich ist, um die von ihnen als „Energiequelle der Zukunft“ eingeschätzte Atomkraft zu fördern, die europäische Unternehmen und Bürger mit billiger und kohlenstoffarmer Energie versorgen kann – bemühen sich Umweltschützer schon lange um die Abschaffung des als „nicht aktuell und undemokratisch“ verschrienen Vertrags.
Bisher haben Atomkraftgegner über 600.000 Unterschriften gesammelt, die die Abschaffung von Atomkraft fordern. Das Erreichen der symbolischen Anzahl von 1 Million Unterschriften erscheint durchaus im Bereich des möglichen, da 61% der Unionsbürger zustimmen, dass der Anteil der Atomkraft am Energiemix sinken sollte. Grund dafür sind Befürchtungen hinsichtlich des Atommülls und der Gefahr von Unfällen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Eurobarometerumfrage vom März 2007 (EURACTIV 07. März 2007).
Auch die Mitgliedstaaten sind gespalten was die Frage der Atomenergie anbelangt. Frankreich und Finnland sind von Atomstrom abhängig, während Österreich, Irland, Schweden und Deutschland offiziell Atomenergie ablehnen.