EU erlaubt neuen Airline-Giganten
Die EU-Kommission hat den beiden US-Fluggesellschaften United und Continental Airlines grünes Licht für den Zusammenschluss zur größten Fluggesellschaft der Welt gegeben. Nach Ansicht der europäischen Wettbewerbshüter verdrängt die Fusion keine Konkurrenten.
Die EU-Kommission hat den beiden US-Fluggesellschaften United und Continental Airlines grünes Licht für den Zusammenschluss zur größten Fluggesellschaft der Welt gegeben. Nach Ansicht der europäischen Wettbewerbshüter verdrängt die Fusion keine Konkurrenten.
Die Prüfung der Kommission habe ergeben, dass sich die Netzwerke von United und Continental auf den Strecken zwischen Europa und den USA ergänzten. Die Zusammenlegung sei wettbewerbsrechtlich unbedenklich, teilte die EU-Kommission am Dienstag (27. Juli) mit.
Der Anfang Mai angekündigte Zusammenschluss würde einen Giganten schaffen, der pro Jahr mehr als 144 Millionen Passagiere zu 370 Zielen in 59 Ländern transportiert. Es wäre nach dem Zusammengehen von Delta und Northwest Airlines 2008 die zweite Elefantenhochzeit in der US-Luftfahrt.
Die Prüfung der Kommission habe ergeben, dass sich die Netzwerke von United und Continental auf den Strecken zwischen Europa und den USA ergänzten. Die Zusammenlegung sei wettbewerbsrechtlich unbedenklich, teilte die EU-Kommission am Dienstag (27. Juli) mit.
144 Millionen Passagiere
Der Anfang Mai angekündigte Zusammenschluss würde einen Giganten schaffen, der pro Jahr mehr als 144 Millionen Passagiere zu 370 Zielen in 59 Ländern transportiert. Es wäre nach dem Zusammengehen von Delta und Northwest Airlines 2008 die zweite Elefantenhochzeit in der US-Luftfahrt.
Die Branche hat ein schwieriges Jahrzehnt hinter sich, geprägt von Sparmaßnahmen und Beinahe-Pleiten. Erst Mitte Juli hatte die EU-Kommission die Fusion von British Airways und der spanischen Fluggesellschaft Iberia zur drittgrößten Airline der Welt genehmigt.
United Continental Holdings
Die Branche hat ein schwieriges Jahrzehnt hinter sich, geprägt von Sparmaßnahmen und Beinahe-Pleiten. Erst Mitte Juli hatte die EU-Kommission die Fusion von British Airways und der spanischen Fluggesellschaft Iberia zur drittgrößten Airline der Welt genehmigt.
Bis zum Ende des Jahres soll das Geschäft unter Dach und Fach sein. United und Continental werden unter dem Dach der United Continental Holdings zusammenrücken und bilden dann die größte Airline der Welt nach der Zahl der Passagiere. Diesen Titel hat bislang Delta Air Lines inne.
US-Wettbewerbshüter müssen noch zustimmen
Bevor beide US-Unternehmen ihre Geschäfte zusammenlegen können, brauchen sie allerdings noch die Zustimmung der amerikanischen Wettbewerbshüter. Diese wird zwar im August erwartet, doch Experten rechnen mit hohen Auflagen.
Einige Senatoren warnten bereits, die Fusion werde den Verbrauchern in den USA schaden. Der US-Kongress kann den Deal zwar nicht blockieren, aber die öffentliche Meinung und Regulierer beeinflussen.
Hintergrund
United ist eine Netzwerkfluggesellschaft, die Beförderungskapazitäten im inländischen und internationalen Linienflugverkehr (Personen- und Frachtverkehr) anbietet. Das Unternehmen betreibt Drehkreuze in Los Angeles, San Francisco, Denver, Washington und Chicago. Es ist Mitglied der Star Alliance und bedient über 230 Ziele in den USA und im Ausland (davon neun im EWR/in der Schweiz).
Continental ist ebenfalls eine Netzwerkfluggesellschaft, die Beförderungs-kapazitäten im inländischen und internationalen Linienflugverkehr (Personen- und Frachtverkehr) anbietet. Die Fluggesellschaft betreibt Drehkreuze in Newark, Houston, Cleveland sowie Guam und ist ebenfalls Mitglied der Star Alliance. Continental bedient 132 Ziele in den USA und 137 internationale Ziele (davon 26 im EWR/in der Schweiz).
Beide Unternehmen sind Mitglieder der Star Alliance und arbeiten im Rahmen des Joint Venture A++ intensiv mit Lufthansa und Air Canada zusammen. Die Untersuchung der Kommission konzentrierte sich auf die Auswirkungen des geplanten Zusammenschlusses von United und Continental und berührt nicht die laufende Untersuchung des Joint Venture A++ (Sache 39.595 – AC/CO/LH/UA).
Der Zusammenschluss wurde am 21. Juni 2010 bei der Kommission angemeldet.
dpa / rtr / dto