EU-Beitritt kurbelte tschechische Exporte und Investitionen an
Die tschechische Wirtschaft hat vom Beitritt zur Europäischen Union vor 20 Jahren profitiert. Der Zugang zum europäischen Markt habe die tschechischen Exporte angekurbelt und dem Bruttoinlandsprodukt des Landes geholfen, sagte Marek Rojicek, Vorsitzender des Tschechischen Statistikamtes (CSU), am Donnerstag.
Vor 20 Jahren ist Tschechien der EU beigetreten. Der Zugang zum europäischen Markt habe die tschechischen Exporte hierbei angekurbelt und die Wirtschaftskraft des Landes gestärkt, sagte Marek Rojicek, Vorsitzender des Tschechischen Statistikamtes (CSU), am Donnerstag.
Seit dem Beitritt zur Europäischen Union im Jahr 2004 habe Tschechien einen sprunghaften Anstieg der Exporte und Investitionen erlebt, sagte Rojicek am Donnerstag, wie die Tschechische Presseagentur berichtete.
„Der Standortvorteil der Tschechischen Republik, aber auch der Vorteil der Industrie wurde gestärkt“, sagte er und wies darauf hin, dass die neuen Mitgliedsstaaten damals in Bezug auf die Arbeitskosten sehr wettbewerbsfähig waren. Das habe dazu geführt, dass europäische Unternehmen daran interessiert waren, in Tschechien zu investieren und mehr zu produzieren.
Die EU-Mitgliedschaft habe auch eine wichtige Rolle für den Außenhandel gespielt: 80 Prozent der tschechischen Exporte gehen in die Union, was bedeute, dass Tschechien zu den EU-Staaten gehöre, die am meisten innerhalb der EU exportieren, so Rojicek.
Der EU-Beitritt hat auch der tschechischen Industrie Auftrieb gegeben, die von einem beträchtlichen Zustrom ausländischer Investitionen profitiert hat, was sich im Anstieg der Arbeitsproduktivität in der Industrie widerspiegelt.
Die Rentabilität der tschechischen Industrieunternehmen ist im Vergleich zu den älteren EU-Mitgliedern überdurchschnittlich hoch, was auf die niedrigeren Arbeitskosten zurückzuführen ist, die in der Tschechischen Republik seit dem EU-Beitritt zwar gestiegen sind, aber immer noch bei nur 60 Prozent des EU-Durchschnitts liegen, so Rojicek.
Das Preisniveau liege immer noch unter dem EU-Durchschnitt, habe sich aber in den letzten fünf Jahren angenähert, so Rojicek.
Als das Land der EU beitrat, lagen die Preise bei 53 Prozent des EU-Durchschnitts, im vergangenen Jahr waren es 80 Prozent.
Aber nicht alles ist ideal. Die Preise für Wohnen und Energie sind in den letzten 20 Jahren am stärksten gestiegen, während die Preise für Gesundheit, Lebensmittel und Unterkunft deutlich schneller gestiegen sind als im EU-Durchschnitt.