EU: AUA-Übernahme durch Lufthansa genehmigt

Das Tauziehen zwischen der EU-Kommission und der Lufthansa ist nun offiziell vorbei. Die deutsche Lufthansa darf die österreichische Austrian Airlines übernehmen. EU-Kommission hat die Übernahme an klare Bedingungen geknüpft, die Lufthansa widerwillig akzeptieren muss.

Die Lufthansa hat sich mit der EU-Kommission geeinigt. Austrian Airlines kann nun wie geplant  in den Lufthansa-Konzern eingegliedert werden. Foto: Lufthansa
Die Lufthansa hat sich mit der EU-Kommission geeinigt. Austrian Airlines kann nun wie geplant in den Lufthansa-Konzern eingegliedert werden. Foto: Lufthansa

Das Tauziehen zwischen der EU-Kommission und der Lufthansa ist nun offiziell vorbei. Die deutsche Lufthansa darf die österreichische Austrian Airlines übernehmen. EU-Kommission hat die Übernahme an klare Bedingungen geknüpft, die Lufthansa widerwillig akzeptieren muss.

Austrian Airlines (AUA) wird zu einer Lufthansa-Tochter. Nachdem Lufthansa nach einigen Drohgebärden Anfang August ein verbessertes Übernahmeangebot vorgelegt hatte, hat die Kommission nun offiziell die Fusion der beiden Fluggesellschaften freigegeben. (siehe dazu EURACTIV.de vom 3. August 2009)

Start- und Landerechte für die Konkurrenz

Lufthansa hat sich die Zustimmung aus Brüssel mit der Zusage erkauft, der Konkurrenz auf bestimmten Strecken Zeitnischen für Starts und Landungen zu überlassen. Diese Regelung betrifft die Strecken von Wien nach Frankfurt, München, Stuttgart, Köln und Brüssel.

Österreichs Staatszuschuss genehmigt

Die Kommission hat den von Österreich gewährten Erlass von AUA-Schulden in Höhe von 500 Millionen Euro ebenfalls genehmigt.

Die neue Lufthansa

Lufthansa kontrolliert bereits Swiss, Air Dolomiti, Eurowings und Germanwings. Kürzlich übernahm Lufthansa auch British Midland und SN Brussels Airlines (EURACTIV.de vom 22. Juni 2009). Lufthansa übernimmt nun mit Austrian Airlines zugleich deren Tochterunternehmen Lauda Air und Tyrolean Airways mit in das Geschäft.

Nach Fluggästen gerechnet ist Lufthansa nun die Nummer eins in Europa. Im Vorjahr kam sie allein auf 70,5 Millionen Passagiere, zusammen mit AUA auf 81 Millionen. Das ist deutlich mehr als die 74,45 Millionen der Konkurrentin Air France-KLM. Allerdings hat AUA zuletzt ihre Kapazitäten deutlich reduziert.

mka/reuters

Weitere Dokumente
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