Erdogan droht griechischen Inseln mit Invasion "bei Nacht"
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat Griechenland aufgefordert, die "Militarisierung" der an die Türkei angrenzenden griechischen Inseln zu beenden und warnte, dass türkische Streitkräfte "bei Nacht" anrücken könnten.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat Griechenland aufgefordert, die „Militarisierung“ der an die Türkei angrenzenden griechischen Inseln zu beenden und warnte, dass türkische Streitkräfte „bei Nacht“ anrücken könnten.
Die Drohung erfolgte, nachdem sich die Spannungen zwischen den beiden Nachbarn in den letzten Monaten zunehmend verschärft haben.
„Wir können plötzlich kommen, mitten in der Nacht […] wenn ihr Griechen zu weit geht, dann wird der Preis hoch sein“, sagte Erdoğan in einer Erklärung, die von Athen als schwere Eskalation angesehen wird.
Nach Angaben des griechischen Verteidigungsministeriums verletzte die Türkei zunehmend den griechischen Luftraum, insbesondere durch den Einsatz von Drohnen wie der Βayraktar, die auch in der Ukraine eingesetzt werden.
Die Zeitung Kathimerini berichtete, dass mindestens die Hälfte der Luftraumverletzungen in Griechenland im Jahr 2022 auf Drohnen zurückzuführen waren.
Angelos Syrigos, ein Abgeordneter der Regierungspartei Neue Demokratie und Professor für internationale Politik, kommentierte Erdoğans Äußerung mit den Worten „Wir werden plötzlich in der Nacht kommen“ und bezog sich damit auf die türkische Invasion Zyperns im Jahr 1974.
„Kein anderer Staatschef droht so viele Wochen lang in einem solchen Tempo […] Erdoğans Botschaft lautete: ‚Passt auf, denn wir sind bereit'“, so Syrigos.
Offiziell erklärte das griechische Außenministerium, es werde sich nicht auf die aggressive Rhetorik Ankaras einlassen und stellte klar, die Verbündeten in der EU und der NATO würden informiert werden.