EP Hedge-Fonds Berichterstatter: "Wir werden weiterhin Hedge-Fonds regulieren" [DE]

Das Europäische Parlament scheint bemüht nicht die EU-Regulierung zu alternativen Investmentfonds zu verwässern, auf Ersuchen der Industrie. Der vor kurzem ernannte Berichterstatter, der französische Europaabgeordnete Jean-Paul Gauzès, erzählte EURACTIV in einem Interview er beabsichtige Fonds ebenso zu regulieren, anstatt nur die Manager, wie im Bericht vorgesehen.

Le quartier de la City, à Londres
Le quartier de la City, à Londres

Das Europäische Parlament scheint bemüht nicht die EU-Regulierung zu alternativen Investmentfonds zu verwässern, auf Ersuchen der Industrie. Der vor kurzem ernannte Berichterstatter, der französische Europaabgeordnete Jean-Paul Gauzès, erzählte EURACTIV in einem Interview er beabsichtige Fonds ebenso zu regulieren, anstatt nur die Manager, wie im Bericht vorgesehen.

„Es sollte eine Regulierung über Manager geben, so wie die Richtlinie dies vorsieht, aber wir müssen auch Transparenz garantieren und sehen was in den Fonds selber passiert“, erzählte Gauzès, von der Mitte-Rechts Fraktion der EVP, EURACTIV.

„Ich denke wir sollten weiter gehen“, sagte er, und fügte hinzu dass die Fonds ebenso reguliert werden sollten wie die Manager. „Wir können die Risiken, die wir während der Krise gesehen haben nicht vergessen. Hedge-Fonds sind nicht der Ursprung der Krise, aber sie bergen Risiken“, machte er klar.

Gauzès wurde am Mittwoch (2. September) zum Berichterstatter für die kontroverse Richtlinie zu Investment Fonds ernannt. Seine Ernennung kam, nachdem er erfolgreich das Rating-Agentur Dossier behandelte, durch das Europäische Parlament in Rekordzeit inmitten der Finanzkrise verabschiedet. EURACTIV vom 3. September 2009 

Er wurde durch eine ungewöhnlich informelle Arbeitsgruppe, die auf „Nuancen“ in der EVP hinwies, unterstützt.

Hedge-Fonds Manager haben offen die Richtlinie kritisiert, und sagten, dass es einen negativen Einfluss auf den gesamten Finanzsektor haben könnte und dem Pensionsfonds 25 Milliarden Euro jedes Jahr kosten könnte. EURACTIV vom 24. März 2009 

AIMA, Vertretung der Hedge-Fonds Manager, „setzt sich für den Entwurf einer Richtlinie der in seiner jetzigen Form geändert wird ein“, wiederholte die Vereinigung gestern (3. September) in einer Erklärung.

„AIMA hat argumentiert, dass es Elemente der Richtlinie gibt, etwa im Zusammenhang mit der Eigenkapitaldecke,  Depotstellen und Marketing, welche nur am Rande erwähnt werden und welche unbeabsichtigt und potenziell schädliche Folgen haben können“.

Gauzès hat offen den US-Druck auf die EU-Richtlinie kritisiert. „Ich hatte den Eindruck, dass wir sehr distanziert waren was die Zukunft der Finanzdienstleistungen betrifft“, kommentierte er während eines Treffens mit einer Delegation des US-Kongresses am Mittwoch.

Gauzès unterstützt die Idee für den Umgang mit diesem Teil der Investmentfondsbranche in besonderer Weise. „Ich denke, wir müssen auf die Besonderheiten schauen und eine Regulierung die jeden und niemanden zu selben Zeit betrifft, vermeiden“, erzählte er EURACTIV.

Er versprach einen Entwurf im November, forderte aber Geduld hinsichtlich der endgültigen Fassung. „Es ist nicht realistisch dass es eine Annahme vor Dezember gibt“, sagte er.

Jean-Paul Gauzès sprach mit Francesco Guarascio.

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