Energiewende: Frankreich erhält 2,8 Milliarden von EU
Die Europäische Kommission hat am Montag den überarbeiteten Konjunkturplan Frankreichs genehmigt, der zusätzliche 2,8 Milliarden Euro aus dem REPowerEU-Plan enthält, um die thermische Sanierung maroder Gebäude in Frankreich zu finanzieren.
Die Europäische Kommission hat am Montag den überarbeiteten Konjunkturplan Frankreichs genehmigt. Hiermit erhält das Land zusätzliche 2,8 Milliarden Euro aus dem REPowerEU-Plan, um die thermische Sanierung maroder Gebäude in Frankreich zu finanzieren.
Mit der neuen Subvention erhöht sich der Gesamtbetrag, den Frankreich aus der Aufbau- und Resilienzfazilität (RRF) erhält, von ursprünglich 37,5 Milliarden Euro auf 40,3 Milliarden Euro.
Die RRF ist ein Finanzpaket, das Gelder aus der 2021 abgeschlossenen gemeinsamen Schuldenaufnahme – besser bekannt als NextGenerationEU (NGEU) – an die Mitgliedsstaaten ausschüttet. Die Ausschüttung ist an die Bedingung geknüpft, dass das Geld in grüne und neue Technologien investiert wird.
Frankreich hat im Jahr 2021 bereits 37,5 Milliarden Euro von der Kommission erhalten, um die „Renovierung von Privatwohnungen, die Förderung und berufliche Eingliederung junger Menschen […] und Investitionen in umweltfreundliche Verkehrsinfrastrukturen“ zu unterstützen, wie es in offiziellen Dokumenten des französischen Wirtschaftsministeriums heißt.
Durch die Einrichtung des REPowerEU-Plans zur Verringerung der Abhängigkeit der EU von russischen Energieträgern erhöhte sich Frankreichs Anspruch auf zusätzliche 2,8 Milliarden Euro zur Unterstützung seiner Energiewende. Die Regierung stellte den entsprechenden Antrag im April und erhielt nun grünes Licht von der Kommission.
Der größte Teil der neuen Mittel soll für die Subvention von „grünen“ Renovierungsarbeiten verwendet werden. Dem Thema wird von der Regierung höchste Priorität eingeräumt, da es in Frankreich über fünf Millionen marode Gebäude gibt, die über 12 Millionen Menschen beherbergen.
Ein Teil des Geldes wird auch in die Entwicklung von wasserstoffbetriebenen Autos und Batterien fließen – ein Projekt im Rahmen des wichtigen Vorhabens von gemeinsamem europäischem Interesse (IPCEI) Hy2Tech, mit welchem die EU die Nutzung von Wasserstofftechnologien fördern will.
Die so getätigten Gesamtinvestitionen von 40,3 Milliarden Euro sind Teil des 100-Milliarden-Euro-Investitionsplans „France Relance“, der sich auf den ökologischen Wandel, die Wettbewerbsfähigkeit und den Zusammenhalt konzentriert.