Energiekosten: Niederlande schaffen Notfallfonds für Einkommensschwache
Haushalte mit geringem Einkommen erhalten Hilfe, um einen Teil ihrer gestiegenen Energierechnungen zu bezahlen, da ein befristeter Notfallfonds, der letzten Monat vereinbart wurde, in Kraft treten wird.
Niederländische Haushalte mit geringem Einkommen erhalten zukünftige Hilfe beim Bezahlen der Strom- und Gasrechnung. Denn ab Februar tritt ein befristeter Notfallfonds in Kraft.
Wie in den meisten europäischen Ländern leiden auch die niederländischen Haushalte unter den gestiegenen Energie- und Lebenshaltungskosten. Laut einer Studie der niederländischen Forschungsorganisation TNO sind derzeit etwa 600.000 Haushalte in den Niederlanden von Energiearmut betroffen. Seit 2020 sind die Zahlen damit um 90.000 Haushalte angestiegen.
„Die hohen Energiepreise treffen Menschen mit geringem Einkommen am stärksten. Der Dringlichkeitsfonds wurde genau deshalb eingerichtet, um die Sorgen der gefährdeten Haushalte etwas zu lindern. Ich freue mich, dass ich mich dafür einsetzen kann“, betonte Lodewijk Asscher, Mitglied der niederländischen Arbeiterpartei und Beauftragter für den Notfallfonds.
Die neue Maßnahme wird „bedürftigen Haushalten“ – Singles und Lebensgemeinschaften mit einem Bruttoeinkommen von bis zu 2.980 Euro bzw. 3.794 Euro – helfen, einen Teil ihrer Energierechnungen von Oktober 2022 bis März 2023 zu bezahlen.
In der Praxis deckt der Fonds Energiekosten ab, die einen bestimmten Prozentsatz des Bruttoeinkommens des Haushalts übersteigen. Bei einem Höchstbetrag von 160 Prozent des sozialen Existenzminimums deckt der Fonds Energiekosten ab, die 10 Prozent des Haushaltseinkommens übersteigen. Beträgt das Bruttoeinkommen 160-200 Prozent des sozialen Minimums, übernimmt der Fonds die Kosten, die über 13 Prozent hinausgehen.
Der Fonds ist der jüngste in einer Reihe von Initiativen, die darauf abzielen, die Folgen der steigenden Energiepreise zu mildern. Ein Konsortium aus mehreren Energieunternehmen und gemeinnützigen Organisationen hat im März letzten Jahres einen Aktionsplan entwickelt.
Das Konsortium und die niederländische Regierung haben bisher jeweils 24,5 Millionen Euro zu dem Fonds beigetragen, sodass sich die Gesamtinvestition auf 49 Millionen Euro beläuft.
Es ist jedoch noch unklar, ob der Fonds ausreichen wird, um den Bedarf der niederländischen Haushalte zu decken.
„Die Praxis wird zeigen, ob er ausreicht“, so ein Sprecher des Fonds gegenüber NOS. „Wenn die Anträge sehr schnell eingehen, werden wir versuchen, zusätzliche Mittel bereitzustellen.“