Energieeinsparung ‚einmalige Gelegenheit’ für Entwicklungsländer [DE]

Die Verbraucher und Unternehmen in Entwicklungsländern könnten Schätzungen zufolge bis 2020 etwa 600 Milliarden US-Dollar sparen, wenn sie in energieeffizientere Autos, Elektrogeräte und Produktionsverfahren investieren würden, so eine Studie, die vom McKinsey Global Institute durchgeführt wurde. 

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Die Verbraucher und Unternehmen in Entwicklungsländern könnten Schätzungen zufolge bis 2020 etwa 600 Milliarden US-Dollar sparen, wenn sie in energieeffizientere Autos, Elektrogeräte und Produktionsverfahren investieren würden, so eine Studie, die vom McKinsey Global Institute durchgeführt wurde. 

Entwicklungsländer könnten die Zunahme ihrer jährlichen Energienachfrage in den nächsten zwölf Jahren mehr als halbieren, wenn sie sich für eine Reihe von Maßnahmen entschieden, darunter die Entwicklung energieeffizienter Autos und Elektrogeräte, Gebäudeisolation und energiesparenderer Beleuchtungs- und Produktionsverfahren, so der Bericht, der am 29. Oktober 2008 veröffentlicht wurde. 

Durch diese Maßnahmen könnte der Energieverbrauch um 22% im Vergleich zu den üblich/üblicherweise genannten Zahlen gesenkt werden – einer Senkung, die mit dem gesamten aktuellen Energieverbrauch Chinas vergleichbar ist, fanden die Forscher heraus.

Entwicklungsländer würden bis 2020 für den Großteil des weltweiten Anstiegs bei der Energienachfrage verantwortlich sein, so die Internationale Energieagentur, und ihr Anteil werde voraussichtlich von 51% auf 60% steigen.

Doch Investitionen in Energiesparmaßnahmen würden den Bedarf an Kraftstoffimporten verringern und die Ausgaben für den Bau neuer Infrastrukturen für Energielieferungen senken, so Ergebnisse des Berichts.

Jährliche Investitionen in die Energieproduktivität in Höhe von 90 Milliarden US-Dollar bis 2020 würden den Verbrauchern und Unternehmen jährlich 600 Milliarden US-Dollar sparen, so das MGI. Ohne diese Errungenschaften im Bereich der Energieeffizienz müssten doppelt so hohe Investitionen in den Ausbau bestehender Versorgungsleitungen getätigt werden, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, so das Institut.

Darüber hinaus enthüllt der Bericht, dass Entwicklungsländer verglichen mit weiter entwickelten Wirtschaftsländern im Vorteil seien, da sie in den nächsten Jahren den Großteil ihres Kapitalstocks aufbauen werden. Dadurch biete sich „eine einmalige Gelegenheit“, sich darauf zu konzentrieren, den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen in den nächsten Jahrzehnten zu senken, merkt der Bericht an.

Um dieses Potenzial zu nutzen, werden Politiker im Bericht des MGI dazu aufgefordert, politisch motivierte negative Anreize wie Energiesubventionen zu verwerfen, da diese die Energieproduktivität eher schmälerten.

Auf die gleiche Weise verabschiedete auch die EU einen Aktionsplan, um ihren Energieverbrauch bis 2020 um 20% zu senken. Energieeinsparungen sollen durch verbesserte Standards für die Energieeffizienz/Energieeffizienz-Standards unter anderem für elektrische Haushaltsgeräte, Straßenbeleuchtung und Gebäude erzielt werden (siehe EURACTIV LinksDossier).