Droht DB Schenker hohes EU-Bußgeld?
Der Logistiktochter der Deutschen Bahn, DB Schenker, droht ein hohes Bußgeld aus Brüssel. Die EU-Kommission verdächtigt das Unternehmen laut Kommissionskreisen der verbotenen Preisabsprache.
Der Logistiktochter der Deutschen Bahn, DB Schenker, droht ein hohes Bußgeld aus Brüssel. Die EU-Kommission verdächtigt das Unternehmen laut Kommissionskreisen der verbotenen Preisabsprache.
Ohne den Namen der Firma zu nennen, gab die Behörde am Mittwoch bekannt, ein Kartellverfahren gegen mehrere Frachtunternehmen in ganz Europa eröffnet zu haben. Darunter ist nach Angaben der Kreise auch die Berliner Bahntochter.
Die Firmen werden verdächtigt, Aufschläge im Luft-Frachtverkehr untereinander abgesprochen zu haben. Dabei gehe es um den Transport von Europa in die USA und nach Asien. Erhärtet sich der Verdacht, drohen den Speditionsunternehmen hohe Bußgelder von bis zu zehn Prozent eines Jahresumsatzes. Preisabsprachen zum Schaden von Unternehmen und Verbrauchern sind in der EU verboten. Die Brüsseler Wettbewerbshüter hatten nach eigenen Angaben bereits im Oktober 2007 die Büros der Firmen durchsuchen lassen.
Die EU-Kommission hat in den vergangenen Jahren einen harten Kurs gegen Kartellsünder gefahren. Seit ihrem Amtsantritt 2004 verhängte die scheidende Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes (Spitzname: "Stählerne Neelie") Bußgelder in Höhe von rund 12 Milliarden Euro – ein neuer Rekord (Siehe EURACTIV.de vom 16. August 2009). Heute trat ihr Nachfolger Joaquín Almunia sein Amt an.
dpa/red.
Link
EU-Kommission: Kartellrecht: Kommission sendet Spediteuren Mitteilung der Beschwerdepunkte über mutmaßliche Kartellbeteiligung. Pressemitteilung. (10. Februar 2010).
EU-Kommission: Antitrust: Commission carries out inspections in the international freight forwarding sector. Pressemitteilung (11. Oktober 2007)