Die französische Staatsanwaltschaft vermutet, dass Musk Deepfakes gefördert hat, um den Wert von X in die Höhe zu treiben

Sowohl Großbritannien als auch die Europäische Union haben ebenfalls Ermittlungen wegen der Erstellung sexualisierter Deepfakes von Frauen und Kindern durch Musks KI-Chatbot Grok eingeleitet.

EURACTIV.com
Elon Musk addresses World Economic Forum
Elon Musk. [Foto: Harun Ozalp/Anadolu via Getty Images]

Die französische Staatsanwaltschaft teilte am Samstag mit, sie habe die US-Behörden darauf hingewiesen, dass der Tech-Milliardär Elon Musk mutmaßlich sexualisierte Deepfakes auf X gefördert habe, um den Wert seines Unternehmens „künstlich“ zu steigern.

„Die Kontroverse, die durch sexuell explizite Deepfakes ausgelöst wurde, die von Grok (der KI von X) generiert wurden, könnte absichtlich inszeniert worden sein, um den Wert der Unternehmen X und X AI künstlich zu steigern“, mit Blick auf „den für Juni 2026 geplanten Börsengang des neuen Unternehmens, das durch die Fusion“ zwischen Space X und X AI entstanden ist, so die Pariser Staatsanwaltschaft.

Sie teilte mit, sie habe sich am Dienstag an das US-Justizministerium sowie an französische Anwälte bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC gewandt, um ihre Bedenken mitzuteilen.

Einmischung in die französische Politik

Seit letztem Jahr ermitteln die französischen Behörden gegen X wegen Vorwürfen, dass dessen Algorithmus zur Einmischung in die französische Politik genutzt worden sei. Nun umfasst die Untersuchung auch die Verbreitung von Holocaustleugnung und sexuellen Deepfakes durch das Tool Grok AI.

Die französischen Behörden luden Musk im vergangenen Monat zu einer „freiwilligen Befragung“ vor und durchsuchten die lokalen Büros seines sozialen Netzwerks, was Musk als „politischen Angriff“ bezeichnete.

Sowohl Großbritannien als auch die Europäische Union haben ebenfalls Ermittlungen wegen der Erstellung sexualisierter Deepfakes von Frauen und Kindern durch Musks KI-Chatbot Grok eingeleitet.

(rh)