Deutschland will den “Energiepass” für Gebäude [DE]

Minister der EU und G8 sowie internationale Experten sind zusammengekommen, um sich über die Möglichkeiten für eine gesteigerte Energieeffizienz auszutauschen. Dabei stehen marktorientierte Lösungen im Mittelpunkt. Dem Aktionsplan für Energieeffizienz der Europäischen Kommission sollen dadurch neue Impulse verliehen werden.

Minister der EU und G8 sowie internationale Experten sind zusammengekommen, um sich über die Möglichkeiten für eine gesteigerte Energieeffizienz auszutauschen. Dabei stehen marktorientierte Lösungen im Mittelpunkt. Dem Aktionsplan für Energieeffizienz der Europäischen Kommission sollen dadurch neue Impulse verliehen werden.

Was sind die besten Strategien, um Energieeffizenz-Ziele im Bereich Stromverbrauch, Gebäude und Verkehr umzusetzen? Dies waren einige Fragen, die auf dem Treffen zu Energieeffizienz der EU/G8 in Berlin am 20. und 21. April diskutiert wurden.

In einem Versuch, Energieverschwendung zu reduzieren, hat Deutschland die Einführung einer vorgeschriebenen Energiezertifizierung für Gebäude vorgeschlagen, die Mietern und Käufern einen besseren Überblick über zu erwartende Energiekosten geben würde.

Der deutsche Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Wolfgang Tiefensee, sagte, in Zukunft würden Wohnungsanzeigen nicht nur „Balkon, zwei Zimmer und ruhige Lage“ versprechen, sondern ebenfalls die Energieeffizienz erwähnen. Der Minister möchte den Energieverbrauch von Neubauten um bis zu 30% senken. 

Der deutsche Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos, erklärte: „Wirtschaft und Umwelt brauchen vernünftige, nachhaltige Rahmenbedingungen. Diese sind nicht von selbst gegeben. Die Bundesregierung hat deshalb das Thema Energieeffizienz zu einem Schwerpunkt ihrer EU- und G8-Präsidentschaft gemacht.“

Außerdem zielt die EU darauf ab, finanzielle Beihilfen von bis zu 11,2 Mrd. Euro für Nachbarstaaten bereit zu stellen, um Energieeffizienz und erneuerbare Energiequellen auch über die Grenzen der EU hinaus zu fördern.