Deutschland schickt der Ukraine neue Waffen, aber keine Kampfpanzer

Deutschland wird eine neue Lieferung von Waffen an die Ukraine schicken, aber nicht die von der Ukraine angeforderten westlichen Kampfpanzer, wie Verteidigungsministerin Christine Lambrecht am Donnerstag ankündigte.

Euractiv.de
Artillery Battalion 295 in Stetten am kalten Markt
Berlin wird zwei MARS II-Mehrfachraketenwerfer, einschließlich 200 Raketen als Munition, und 50 gepanzerte Dingo-Fahrzeuge liefern, kündigte die sozialdemokratische Ministerin am Donnerstag (15. September) in einer öffentlichen Rede an. [[EPA-EFE/RONALD WITTEK]]

Deutschland wird eine neue Lieferung von Waffen an die Ukraine schicken, aber nicht die von der Ukraine angeforderten westlichen Kampfpanzer, wie Verteidigungsministerin Christine Lambrecht am Donnerstag ankündigte.

Der Druck war zuletzt gewachsen, die Ukraine bei ihren militärischen Fortschritten zu unterstützen.

Berlin wird zwei MARS II-Mehrfachraketenwerfer, einschließlich 200 Raketen als Munition, sowie 50 gepanzerte Dingo-Fahrzeuge liefern, kündigte die SPD-Ministerin am Donnerstag (15. September) in einer Rede zur Bundeswehrtagung an.

Lambrecht und ihr Parteikollege, Bundeskanzler Olaf Scholz, haben sich bisher gegen die Lieferung von Kampfpanzern ausgesprochen, mit der Begründung, kein anderes Land liefere bisher westliche Kampfpanzer an die Ukraine.

Die US-Botschaft in Berlin teilte jedoch in einem Twitter-Post mit, dass Washington „alle Verbündeten und Partner aufruft, die Ukraine in ihrem Kampf gegen die Invasion so gut wie möglich zu unterstützen.“

„Die Entscheidung über die Art der Hilfe liegt nicht bei jedem einzelnen Land“, hieß es weiter.

Die Ankündigung Lambrechts wurde von Wladimir Klitschko, dem ehemaligen Boxprofi und jüngeren Bruder des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko, kritisiert.

Trotz der bereits gelieferten Waffen bekomme die Ukraine nicht, was sie brauche, sagte er im Interview mit der dpa. „Nur mit modernen Waffen, mit moderner Technologie, können wir diesen Krieg stoppen und Russland stoppen.“

Gleichzeitig forderte die Allianz ukrainischer Organisationen, ein Dachverband verschiedener Initiativen in Deutschland, Scholz und Lambrecht in einem offenen Brief auf, nicht länger zu zögern und die notwendigen Waffen an die Ukraine zu liefern.