Deutschland investiert 500 Millionen Euro in die Entwicklung neuer Drohnenkriegsführung
Die ersten Drohnen sind letztlich für die deutsche NATO-Brigade in Litauen bestimmt. Die Drohnen wurden zuvor in der Ukraine getestet und an die deutschen Bedürfnisse angepasst.
Der Deutsche Bundestag hat am Mittwoch die erste Tranche in Höhe von 540 Millionen Euro für die Anschaffung von Selbstmorddrohnen für das deutsche Militär genehmigt, da die Drohnenkriegsführung in ganz Europa zunimmt.
Angesichts der neuen Kriegsrealitäten in der Ukraine will Deutschland Drohnenkriegsführungskapazitäten in sein Militär integrieren. Der aktuelle Beschaffungsvertrag sollte ursprünglich in den nächsten Jahren auf 4,4 Milliarden Euro aufgestockt werden. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat den Vertrag jedoch auf maximal 1 Milliarde Euro pro Lieferant begrenzt, wie die deutsche Nachrichtenagentur dpa berichtete.
Die deutschen Drohnen-Start-ups Helsing und Stark Defence werden als erste davon profitieren. Der Stückpreis einer Helsing-Drohne liegt bei rund 44.000 Euro vor Steuern, während Stark-Drohnen jeweils rund 80.000 Euro kosten.
Einige Parlamentarier kritisierten den Deal aufgrund von Bedenken hinsichtlich einer mangelnden Haushaltskontrolle für Folgeaufträge. Es gibt auch Bedenken hinsichtlich der Beteiligung des deutsch-amerikanischen Unternehmers Peter Thiel, einem Verbündeten von US-Präsident Donald Trump, an Stark Defence.
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Dennoch soll der Deal vorangetrieben werden, und die ersten Drohnen sind letztlich für die deutsche NATO-Brigade in Litauen bestimmt. Die Drohnen wurden zuvor in der Ukraine getestet und an die deutschen Bedürfnisse angepasst.
Bis 2029 plant Deutschland, sechs Einheiten mit der Größe einer kleinen Kompanie von 60 bis 250 Soldaten auszustatten. Die erste Einheit soll 2027 einsatzbereit sein.
Die erste Drohnenlieferung wird nur einige Tausend Einheiten von Helsing und Stark Defence umfassen. Im Vergleich dazu werden in der Ukraine täglich rund 10.000 Drohnen eingesetzt.
(cm)