Chirac wird EU-Verfassung in entscheidender Fernsehdebatte verteidigen [DE]

Der französische Präsident Chirac wird sich in einer Fernsehdebatte über den EU-Verfassungsvertrag darum bemühen, einen Wendepunkt in der zunehmend von negativen Stimmen geprägten Referendumskampagne einzuleiten. Jüngste Umfrageergebnisse deuten auf ein klares 'Nein' der Franzosen hin.

Der französische Präsident Chirac wird sich in einer Fernsehdebatte über den EU-Verfassungsvertrag darum bemühen, einen Wendepunkt in der zunehmend von negativen Stimmen geprägten Referendumskampagne einzuleiten. Jüngste Umfrageergebnisse deuten auf ein klares ‚Nein‘ der Franzosen hin.

Dies sind schwere Zeiten für Präsident Chirac. Am 14. April um 21 Uhr wird er sich im nationalen Fernsehsender einem Publikum von 18 bis 30-Jährigen stellen müssen. Ziel der Fernsehdebatte ist, die französischen Bürger davon zu überzeugen, beim Referendum am 29. Mai für die EU-Verfassung zu stimmen. 

Der mitte-rechts-orientierte Präsident, dessen politische Hinterlassenschaft auf dem Spiel steht, steht vor der wenig beneidenswerten Aufgabe, nicht nur seine eigenen Anhänger, sondern vor allem auch die skeptischen linksgerichteten Wähler von den Vorteilen der Verfassung überzeugen zu müssen. 

Die Ergebnisse von 13 Meinungsumfragen in Folge ergaben zwischen 51 und 54 Prozent für die Verfassungsgegner. Aus den Umfragen geht außerdem hervor, dass der Widerstand gegen die Verfassung unter den Sozialisten und Grünen besonders kräftig angestiegen ist.

Viele befürchten, das ein ‚Non’ der Franzosen die EU in eine beispiellose Krise stürzen würde.