Cameron gratuliert Juncker zu EU-Posten

Nach seinem erbitterten Widerstand gegen dessen Nominierung zum EU-Kommissionspräsidenten geht der britische Regierungschef David Cameron auf den ehemaligen luxemburgischen Ministerpräsidenten Jean-Claude Juncker zu.

Euractiv.de
Foto:  Der Rat der Europäischen Union
Foto: Der Rat der Europäischen Union

Nach seinem erbitterten Widerstand gegen dessen Nominierung zum EU-Kommissionspräsidenten geht der britische Regierungschef David Cameron auf den ehemaligen luxemburgischen Ministerpräsidenten Jean-Claude Juncker zu.

Nach einer Mitteilung seines Büros telefonierte Cameron am Sonntag mit Juncker und besprach die künftige Zusammenarbeit. Cameron habe Juncker zu seiner Wahl gratuliert und mit diesem darüber beraten, wie die Europäische Union wettbewerbsfähiger gestaltet werden könne, hieß es in einer in London verbreiteten Erklärung. Juncker habe zugesichert, die britischen Bedenken in einigen Politikfeldern zu berücksichtigen.

Cameron hatte sich vehement gegen die Nominierung Junckers gewandt und ihn in den vergangenen Monaten zahlreiche Male öffentlich als den falschen Mann an der Spitze der Kommission bezeichnet. Auf dem letzten Brüsseler Gipfel hatte er erklärt, es sei „ein schwerer Fehler“ gewesen, dass die Staats- und Regierungschefs nicht zusammengearbeitet hätten, um einen alternativen Kandidaten zu finden. Die Ernennung Junckers erschwere es den Briten, in der EU zu bleiben, hatte er hinzugefügt.

Die Staats- und Regierungschefs hatten Cameron überstimmt und Juncker in das Amt des EU-Kommissionspräsidenten berufen. Die Wahl des 59-Jährigen durch das EU-Parlament ist für Mitte Juli geplant.