Bundesregierung: Kein Griechenland-Treffen - keine Krise
In Berlin werde am Freitag ein Krisen-Gespräch zu Griechenland stattfinden, hieß es in einem Medienbericht. Das Finanzministerium dementiert nun - es gebe keine Krise.
In Berlin werde am Freitag ein Krisen-Gespräch zu Griechenland stattfinden, hieß es in einem Medienbericht. Das Finanzministerium dementiert nun – es gebe keine Krise.
Die Bundesregierung hat einen Medienbericht über ein für Freitag in Berlin geplantes Krisentreffen zu Griechenland als unzutreffend bezeichnet. „Ein solches Treffen, wie es da beschrieben wurde, findet nicht statt“, sagte eine Sprecherin des Finanzministeriums in Berlin.
Überdies gebe es keine Krise.
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Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte berichtet, die Finanzminister aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und den Niederlanden würden am Freitag in Berlin über die Lage in Griechenland beraten. Dem Bericht zufolge sollten auch Vertreter des Internationalen Währungsfonds (IWF) sowie Vertreter der EU-Kommission und der Europäischen Zentralbank (EZB) teilnehmen.
Die EU-Kommission und die EZB gehören neben dem IWF zu den größten Gläubigern Griechenlands. Sie haben insgesamt drei Hilfspakete auf den Weg gebracht, um das Euro-Land vor dem Staatsbankrott zu retten. Am laufenden dritten Kreditprogramm ist der IWF bislang aber nicht finanziell beteiligt. Nach Angaben der „SZ“ wäre es bei dem Berliner Treffen um eine Beteiligung des IWF gegangen.
Der IWF fordert als Bedingung für weitere Beteiligungen Schuldenerleichterungen für Griechenland, was wiederum Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ablehnt. Der Bundestag aber hatte das 86 Milliarden Euro schwere dritte Kreditprogramm nur unter der Voraussetzung gebilligt, dass der IWF an Bord bleibt.
Auf die Frage, ob das Treffen an einem anderen Tag stattfinden könnte, sagte Schäubles Sprecherin, das seien „Spekulationen“, an denen sie sich nicht beteilige.