Bulgarien verspricht Grenzverstärkung nach Tod von Polizist
Nach einer Schießerei an der bulgarischen Grenze zur Türkei am Montag, bei der ein bulgarischer Polizeibeamter getötet wurde, sagte Innenminister Ivan Demerdshiew nun, die Behörden würden nicht zögern, zurückzufeuern, wenn sich eine ähnliche Situation wieder ergeben sollte.
Nach einer Schießerei an der bulgarischen Grenze zur Türkei am Montag, bei der ein bulgarischer Polizeibeamter getötet wurde, sagte Innenminister Ivan Demerdshiew nun, die Behörden würden nicht zögern, zurückzufeuern, wenn sich eine ähnliche Situation wieder ergeben sollte.
Ein 30-jähriger bulgarischer Grenzschützer wurde getötet, als er die EU-Außengrenze zur Türkei bewachte, an der ein großer Teil der Migrant:innen aus Afghanistan und dem Nahen Osten nach Westeuropa ankommt.
Die bulgarischen Behörden baten Ankara dringend um Hilfe bei der Suche nach den Verdächtigen, die angeblich auf türkisches Territorium geflohen waren. Am Dienstagabend gaben die türkischen Behörden die Verhaftung von zwei Personen bekannt.
„Sie haben zwei Personen festgenommen – eine, die des Mordes verdächtigt wird, und eine, die vermutlich geholfen hat. Sie sind keine türkischen Bürger:innen“, erklärte der stellvertretende bulgarische Chefankläger Borislav Sarafow.
„Sobald wir von dem Vorfall erfuhren, wurden die Gendarmerie, Kommandos und speziell ausgebildete Polizeihunde zum Tatort geschickt. Für uns sind unsere Beziehungen zu Bulgarien in der Frage der ‚Sicherheit‘ von zentraler Bedeutung, und wir sind äußerst zufrieden mit dem, was durch die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern erreicht wurde“, sagte die türkische Botschafterin in Sofia, Aylin Sekizkök.
„Aber auf eine solche Aggression werden wir mit der nötigen Härte reagieren“, sagte Demerdzhiev.
Auf die Frage, ob die Grenzpolizei es wagen würde, zu schießen, antwortete der Minister: „Ich werde persönlich die Verantwortung übernehmen, und sie werden es wagen.“
Verteidigungsminister Dimitar Stoyanow schlug die Errichtung einer Betonmauer entlang der Grenze zur Türkei vor. Der derzeitige, 100 Millionen Euro teure Metallzaun trägt nach Einschätzung vieler Beobachter:innen wenig dazu bei, Migrant:innen aufzuhalten.