Bulgarien drohen zwei Jahre ohne Kampfjets

EURACTIV.bg
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Batajnica,,Serbia,-,October,20,,2017:,Mig-29,Jet,Fighter,Are [Shutterstock/Bobica10]

Bulgarien läuft Gefahr, in den nächsten zwei Jahren ohne Kampfflugzeuge dazustehen. Denn die Wartung der veralteten MiG-29-Kampfflugzeuge werden nicht rechtzeitig abgeschlossen sein, während die neuen F-16-Kampfjets aus den USA erst später geliefert werden.

Bis Ende dieses Jahres sollen die acht bulgarischen MiG-29-Kampfflugzeuge außer Dienst gestellt werden. Die mithilfe von Polen durchgeführte Reparatur der Triebwerke ist nämlich nicht wie erwartet verlaufen.

Am Montag wurde berichtet, dass Polen Bulgarien nur ein MiG-29-Triebwerk verkaufen konnte, obwohl das Land zwei und später sogar vier erwartet hatte.

Es wird erwartet, dass Bulgarien seine Flotte erst ab 2025 erneuern können wird, da die 16 bei den USA bestellten F-16 Block 70-Kampfjets erst dann geliefert werden sollen und die Ausbildung weitere zwei Jahre dauern dürfte.

In der Zwischenzeit werden NATO-Verbündeten einspringen müssen, um den Luftraum dieses wichtigen Teils der Ostflanke des Bündnisses zu schützen.

Derzeit finden aktive Verhandlungen mit Schweden, Frankreich und Israel statt, wobei Bulgarien die größten Chancen hat, französische Mirage-2000-Zerstörer oder schwedische Grippen zu erhalten.

„Wir haben keine Angebote von den Ländern erhalten, an die die Anfrage gerichtet wurde. Die Gespräche mit Israel, Schweden und Frankreich gehen weiter“, sagte der bulgarische Verteidigungsminister Dimitar Stojanow.

Um die neuen Jets aufnehmen zu können, müssen auch die bulgarischen Flughäfen entsprechend ausgerüstet werden.

„Ich hoffe, dass bis Mitte 2024 alle Infrastrukturprojekte des Militärflughafens Graf Ignatievo abgeschlossen sein werden“, sagte Stoyanov über die bereits um zwei Jahre verzögerten Umbauprojekte.