Bulgarien bereitet sich auf Aufnahme ukrainischer Kinder vor

Bulgarien bereitet sich auf ein Szenario vor, in dem bis zu 100.000 Kinder und Jugendliche aus der Ukraine dauerhaft im Land bleiben und in das Bildungssystem aufgenommen werden müssen, teilte der bulgarische Bildungsminister mit.

EURACTIV.bg
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Jüngsten Daten zufolge sind 33.000 Flüchtlinge aus der Ukraine in Bulgarien geblieben, ein Drittel davon sind Kinder. [<a href="https://www.shutterstock.com/es/image-photo/group-high-school-students-wearing-uniform-1195675963" target="_blank" rel="noopener">Monkey Business Images / Shutterstock</a>]

Bulgarien bereitet sich auf ein Szenario vor, in dem bis zu 100.000 Kinder und Jugendliche aus der Ukraine dauerhaft im Land bleiben und in das Bildungssystem aufgenommen werden müssen, teilte der bulgarische Bildungsminister Nikolay Denkov am Montag (15. März) mit.

„Bis Ende der Woche gab es etwa 11.300 Jugendliche in der Ukraine und Jugendliche aus der Ukraine, deren Eltern aber noch nicht entschieden haben, ob sie in Bulgarien bleiben wollen. Wir könnten etwa 20.000 Kinder in unser Bildungssystem aufnehmen, ohne dass sich an der Organisation viel ändert, aber wir bereiten uns auch auf die Möglichkeit vor, dass im Falle einer extremeren Situation bis zu 100.000 Jugendliche und Kinder aufgenommen werden“, so Denkov.

Einige Schulen in Sofia und Varna veranstalten bereits Sprachkurse am Wochenende für Flüchtlinge, damit diese Bulgarisch lernen können. Flüchtlinge, die in das bulgarische Schulsystem aufgenommen werden, erhalten bulgarischen Sprachunterricht, der vom Staat finanziert wird.

Bulgarien wird für einige Bildungsaktivitäten EU-Mittel beantragen, aber derzeit werden alle Kosten aus dem Staatshaushalt bezahlt.

Jüngsten Daten zufolge sind 33.000 Flüchtlinge aus der Ukraine in Bulgarien geblieben, ein Drittel davon sind Kinder.

Die bulgarischen Behörden haben es bisher versäumt, eine politische Entscheidung zu treffen, um den Flüchtlingen direkte finanzielle Unterstützung zu gewähren. Das Problem besteht darin, dass die EU noch nicht entschieden hat, wie die Frage des Ankaufs der ukrainischen Währung geregelt werden soll, die derzeit keinen Wert hat.

Bulgarien gibt 20 Euro pro geflüchteter Person für Unterkunft und Verpflegung aus, aber das Geld geht an Hoteliers, die sich um die Menschen kümmern. Damit ist das finanzielle Problem der Ukrainer:innen nicht gelöst.

Ukrainische Bürger:innen, die Visa- und MasterCard-Karten besitzen, können ihre Ersparnisse noch von Griwna in Euro und von Euro in Lew umtauschen und an Geldautomaten Geld abheben.

Diese Möglichkeit wird voraussichtlich bald wegfallen. Der Grund dafür ist, dass internationale Marktteilnehmer noch immer ukrainische Währungen umtauschen, weil sie über Bankgarantien verfügen, die vom Wert der ukrainischen Banken ausgestellt wurden.

Wenn die Garantien aufgebraucht sind, wird der Währungsumtausch mit den Bankkarten eingestellt.