Bulgarische Hoteliers drohen, ukrainische Flüchtlinge auszuweisen
Fast 20 Prozent der Hotels an der südlichen Schwarzmeerküste sind bereit, ukrainische Flüchtlinge ab dem 1. Dezember auszuweisen, wenn der Staat die Finanzierung der Flüchtlingsverpflegung nicht wieder aufnimmt.
Fast 20 Prozent der Hotels an der südlichen Schwarzmeerküste sind bereit, ukrainische Flüchtlinge ab dem 1. Dezember auszuweisen, wenn der Staat die Finanzierung der Flüchtlingsverpflegung nicht wieder aufnimmt.
Mitte November stellte Bulgarien die Finanzierung von Lebensmitteln für Flüchtlinge ein, was zu Kritik seitens der Hoteliersverbände führte.
Die bulgarische Regierung zahlt 7,50 Euro pro Hotelunterkunft für einen Flüchtling pro Tag, doch damit sind keine Mahlzeiten abgedeckt. Bis Oktober zahlte der Staat 2,50 Euro pro Tag für Essen, was für ein Grundmenü ausreichte. Die Hoteliers bestehen nun darauf, dass der Staat die regelmäßige Lieferung von Lebensmitteln an die Hotels sicherstellt.
Derzeit verteilt das bulgarische Rote Kreuz Lebensmittelpakete an Hotels und staatliche Einrichtungen, die ukrainische Flüchtlinge beherbergen. Ein Teil dieser Pakete wurde mit Mitteln der nationalen Wohltätigkeitskampagne gekauft, der andere Teil wurde von den Vereinigten Arabischen Emiraten gespendet.
Die Lebensmittelreserven des Roten Kreuzes reichen für einen Monat.
Zu Beginn des Konflikts stellte die EU den Behörden in Sofia fast 100 Millionen Euro zur Verfügung, um die Kosten der Flüchtlingskrise zu decken.
„Diese Nahrungsmittelhilfe wurde vom Roten Kreuz bereitgestellt. Die Frage ist jedoch, wie regelmäßig dies in Zukunft geschehen wird“, sagte die Regionaldirektorin des bulgarischen Tourismusverbandes Elena Antonova dem BNR.