Britische Top-Politiker diskutieren über Brexit-Misere

Ein parteiübergreifendes Treffen hochrangiger Politiker:innen, bei dem die holprige Umsetzung des Austritts aus der EU für das Vereinigte Königreich diskutiert wurde, deutet auf einen wachsenden Konsens über Probleme mit dem Brexit-Prozess hin.

Euractiv.com
Brexit,Chess,Strategy,Concept
Brexit,Chess,Strategy,Concept [Shutterstock/Pixelbliss]

Ein parteiübergreifendes Treffen hochrangiger Politiker:innen, bei dem die holprige Umsetzung des Austritts aus der EU für das Vereinigte Königreich diskutiert wurde, deutet auf einen wachsenden Konsens über Probleme mit dem Brexit-Prozess hin.

Kabinettsminister Michael Gove sowie die ehemalige Labour-Abgeordnete Gisela Stuart, die gemeinsam mit dem ehemaligen Premierminister Boris Johnson die Brexit-Kampagne für das Referendum 2016 angeführt hatten, waren Ende letzter Woche im Herrenhaus Ditchley Park in Oxfordshire unter den Teilnehmenden.

Der außenpolitische Sprecher der Labour-Partei, David Lammy, der ehemalige Handelskommissar Peter Mandelson sowie David Lidington, ein ranghoher Minister in der Regierung von Theresa May, vertraten nach Informationen des Observer die „Remain“-Kampagne, die vor dem Referendum für den Verbleib in der EU geworben hatte.

Auf der Tagesordnung der zweitägigen Gespräche mit dem Titel „Wie können wir es schaffen, dass der Brexit mit unseren europäischen Nachbarn besser funktioniert?“ standen die Verbesserung des Handels- und Kooperationsabkommens zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU sowie die Lösung der Probleme, mit denen die britische Wirtschaft seit dem Brexit zu kämpfen hat.

Obwohl inzwischen eine klare Mehrheit der Briten der Meinung ist, dass der Austritt aus der EU ein Fehler war, unterstützt keine der großen britischen Parteien den Wiedereintritt in die Union oder den Binnenmarkt.