Bosnischer Serbenführer nennt Russlands Invasion 'völlig gerechtfertigt'
Der Vorsitzende der bosnisch-serbischen Entität, Milorad Dodik, hat am Montag für die russische Invasion in der Ukraine seine volle Unterstützung ausgesprochen und Parallelen zu Bosnien und Herzegowina gezogen.
Der Vorsitzende der bosnisch-serbischen Entität, Milorad Dodik, hat am Montag für die russische Invasion in der Ukraine seine volle Unterstützung ausgesprochen und Parallelen zu Bosnien und Herzegowina gezogen.
So könnten in Bosnien Serb:innen nicht die gleichen Schulen besuchen wie Muslim:innen, argumentierte er.
In einem Interview mit der russischen Nachrichtenagentur TASS sagte Dodik, der Wunsch der bosnischen Serb:innen, sich mit Serbien zu vereinigen, sei „natürlich.“
„Es ist eine ähnliche Situation wie bei den Russen in der Ukraine, 15 Millionen von ihnen, denen die Behörden das Recht auf ihre Sprache verweigern. Deshalb ist Russlands Spezialoperation mit der Notwendigkeit begründet, ihr Volk zu schützen“, sagte Dodik laut Klix.ba.
Der Begriff der Spezialoperation ist die Bezeichnung, die der Kreml selbst nutzt, wenn er von seinem Angriffskrieg auf die Ukraine spricht.
„Das ist bei uns auch so. Wir können nicht dieselben Schulen, dieselben Schulbücher mit den Muslimen teilen“, sagte er und bezog sich dabei auf eine der drei Volksgruppen Bosniens neben Kroat:innen und Serb:innen, die Bosniak:innen, die überwiegend muslimischen Glaubens sind.
Dodik, den die US-Regierung wegen Untergrabung der Friedensbemühungen und der Rechtsstaatlichkeit mit Sanktionen belegt hat, will sich bald mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen, um „konkrete Energieprojekte und das Verhalten des Westens“ zu besprechen.
Der Westen, so fügte er in dem Interview hinzu, habe „nie aufgehört, die orthodoxe Welt zu bekämpfen; das verstehen wir. Dieser Kampf hat ein einziges Ziel: die natürlichen Ressourcen Russlands in die Hände zu bekommen. Deshalb gingen Napoleon und Hitler dorthin, und auch der heutige Westen will diese Gebiete erobern.“