Bosnischer Serbenführer kritisiert USA für Überflug von Kriegsflugzeugen

Zwei US-Überschallbomber vom Typ B-1B haben am Dienstag Bosnien-Herzegowina überflogen. Während die US-Botschaft von einer "Demonstration unserer dauerhaften Partnerschaft" sprach, sah der Präsident der Serben im Land, Milorad Dodik, darin genau das Gegenteil.

Euractiv.com
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Bosnien-Herzegowina kämpft derzeit um Fortschritte bei seiner Bewerbung um den EU-Beitritt, nachdem dem Land im vergangenen Dezember der Status eines Beitrittskandidaten zuerkannt worden war. Dies geschieht inmitten anhaltender sezessionistischer Drohungen und Behinderungen durch Dodik und andere bosnisch-serbische Politiker. Dazu gehört auch ein Votum der bosnisch-serbischen Versammlung, die Serben aus den bosnischen Streitkräften, der Justiz und dem Steuersystem zu entfernen. [Shutterstock/Peter R Foster IDMA]

Zwei US-Überschallbomber vom Typ B-1B haben am Dienstag Bosnien-Herzegowina überflogen. Während die US-Botschaft von einer „Demonstration unserer dauerhaften Partnerschaft“ sprach, sah der Präsident der Serben im Land, Milorad Dodik, darin genau das Gegenteil.

Die US-Botschaft in Sarajewo erklärte in einem Tweet: „Wir meinen es ernst, wenn wir sagen, dass die Vereinigten Staaten der wahre Freund und Partner Bosniens und Herzegowinas sind und dass wir hier bleiben werden.“

Bosnien-Herzegowina kämpft derzeit um Fortschritte bei seiner Bewerbung um den EU-Beitritt, nachdem dem Land im vergangenen Dezember der Status eines Beitrittskandidaten zuerkannt worden war.

Gleichzeitig drohen Dodik und andere ethnisch serbische Politiker im Land weiter mit der Abspaltung des serbischen Landesteils. Dazu gehört auch ein Votum der bosnisch-serbischen Versammlung, die Serben aus den bosnischen Streitkräften, der Justiz und dem Steuersystem zu entfernen.

„Der heutige Überflug des B-1B-Bombers ist ein Beweis für unsere dauerhafte Partnerschaft mit den Streitkräften von Bosnien und Herzegowina und unser felsenfestes Engagement für die Souveränität und territoriale Integrität von Bosnien und Herzegowina“, twitterte die US-Botschaft.

Der unter US-Sanktionen stehende Dodik machte jedoch keinen Hehl aus seinem Ärger.

In einer unveröffentlichten Botschaft an den US-Botschafter Michael J. Murphy sagte Dodik, der offen pro-russisch eingestellt ist und erst letzte Woche Wladimir Putin in Moskau getroffen hat: „Ich will nur sagen: Ändert eure Einschüchterungswaffen. Wir haben keine Angst vor dieser.“