Blindgänger und Altwaffen: Die schlummernde Gefahr in der Ostsee
Eine Gruppe von Europaabgeordneten hat die EU aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um das Problem mit chemischen und konventionellen Waffen sowie Blindgängern anzugehen, die weiterhin auf dem Meeresgrund der Ostsee liegen.
Eine Gruppe von Europaabgeordneten hat die EU aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um das Problem mit chemischen und konventionellen Waffen sowie Blindgängern anzugehen, die weiterhin auf dem Meeresgrund der Ostsee liegen.
„Wir bringen unsere tiefe Besorgnis über die Bedrohung zum Ausdruck, die immer noch von chemischen und konventionellen Waffen ausgeht, die nach dem Zweiten Weltkrieg in der Ostsee versenkt wurden,“ so 39 Europaabgeordnete in einem Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.
Der Brief war von der polnischen Europaabgeordneten Anna Fotyga initiiert und unter anderem von vier ihrer litauischen Kollegen unterzeichnet worden: Petras Auštrevičius, Aušra Maldeikienė, Juozas Olekas, und Andrius Kubilius.
Die alten Waffen seien „eine der Hauptursachen für die Verschmutzung der Ostsee und gleichzeitig eine der gefährlichsten. Die Auswirkungen von Korrosion und möglichen Lecks würden über die Grenzen der Länder hinweg die Gesundheit und Sicherheit bedrohen. Das kann wirtschaftliche, soziale, gesundheitliche und ökologische Folgen haben,“ wird im Brief gewarnt.
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Anfang März hatte der ukrainische Geheimdienst gewarnt, dass man bei der Verlegung der Nord Stream 2-Pipeline auf dem Meeresgrund der Ostsee in der Nähe der dänischen Insel Bornholm auf dort „entsorgte“ chemische Waffen stoßen könnte.
Um das Risiko für die Arbeiter etwas zu mindern, haben russischen Schiffe nun Atropin an Bord – ein Medikament, das zur Behandlung gegen bestimmte Arten von Nervenkampfstoffvergiftungen eingesetzt werden kann. Das Risiko bleibe dennoch bestehen – unter anderem, da die Schiffe mit Ankern in Position gehalten werden, so der Geheimdienst.
Die MEPs sprechen das Thema Nord Stream 2 und mögliche Risiken in Zusammenhang mit dem Pipeline-Bau in ihrem Brief allerdings nicht an.
Abschließend wir in dem Schreiben gefordert, die EU solle spätestens im kommenden Mehrjahreshaushalt Mittel zur Lösung des Problems vorsehen und einen Plan zur Entfernung dieser Waffen aus der Ostsee auf den Weg bringen.
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