Bericht: Europäische Verkehrspolitiken versagen im Kampf gegen Klimawandel [DE]
Die europäischen Verkehrspolitiken versagen nach den Ergebnissen eines von der Europäischen Umweltagentur veröffentlichten Berichts im Kampf gegen den Klimawandel. Die Treibhausgasemissionen des Verkehrssektors nehmen weiter zu.
Die europäischen Verkehrspolitiken versagen nach den Ergebnissen eines von der Europäischen Umweltagentur veröffentlichten Berichts im Kampf gegen den Klimawandel. Die Treibhausgasemissionen des Verkehrssektors nehmen weiter zu.
Während die Emissionen der meisten Sektoren, wie Energielieferung, Industrie und Landwirtschaft, zwischen 1990 und 2004 in der EU-15 zurückgingen, nahm der Treibhausgasausstoß des Verkehrssektors um 26% zu. Nach einem am 26. Februar 2007 veröffentlichten Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) sei diese Entwicklung darauf zurückzuführen, dass die Einführung grüner Technologien nicht mit der stark gestiegenen Nachfrage im Verkehrssektor mithalten konnte.
Das Verkehrsaufkommen in der Luft nahm in diesem Zeitraum am meisten zu (um 86%), dennoch stellt der Straßenverkehr das größte Problem dar, da er für 93% des Treibhausgasausstoßes im Transportwesen verantwortlich ist.
Laut Studie gehen die gescheiterte Einbeziehung der externen Kosten für den Verkehr durch Preismechanismen und massive Regierungssubventionen, die sich auf 270 bis 290 Mrd. Euro jährlich belaufen und von denen mindestens die Hälfte an den Straßenverkehr geht, auf das rapide Wachstum des Verkehrsaufkommens zurück. Zudem würden laut Studie solche Politiken auch direkt dazu führen, dass weniger umweltfreundliche Verkehrsarten gewählt würden.
Die Studie hebt auch die Auswirkungen hervor, die der Verkehr auf die Gesundheit haben kann. Fast ein Viertel der EU-Bevölkerung lebt weniger als 500 m von einer Straße entfernt, auf der jährlich mehr als drei Mio. Autos unterwegs sind, weswegen die EUA davon ausgeht, dass jährlich fast vier Millionen „Lebensjahre“ aufgrund des hohen Verschmutzungsgrades verloren gingen.