Der EU-Vermittler Miroslav Lajcak und die beiden Vertreter aus Berlin und Paris, Jens Plötner und Emmanuel Bonne, reisen am Freitag nach Pristina und Belgrad, um „die Dynamik des Dialogs zu verstärken, die durch die Einigung über die persönlichen Dokumente entstanden ist.“
Ziel ist es, eine gefährliche Eskalation, wie den drohenden Konflikt am 31. Juli, zu verhindern und den Weg für weitere Fortschritte zu ebnen.
Es wurde auch auf die große Bedeutung der Tatsache hingewiesen, dass Lajčak zu den Gesprächen in Pristina und Belgrad mit der Unterstützung der außen- und sicherheitspolitischen Sonderberater der beiden Spitzenpolitiker der EU – des französischen Präsidenten Emmanuel Macron und des Bundeskanzlers Olaf Scholz – angereist war.
Auf die Frage, welche „harten Entscheidungen“ Macron und Scholz vom serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic und dem kosovarischen Premier Albin Kurti erwarten, erwiderten die Beamten in Brüssel, dass „sie dies sowohl in Pristina als auch in Belgrad gut wissen, denn nur ernsthafte Abmachungen und Vereinbarungen können zu einer Normalisierung ihrer Beziehungen führen, die den Weg für die europäische Integration öffnet.“
Serbische Medien berichteten, dass Vučić für Samstag eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates einberufen habe.
Diesen Berichten zufolge wird der Rat unmittelbar nach einem Treffen zwischen Vucic und Lajčak und nach der Ankunft der Sonderberater Jens Plötner und Emmanuel Bonne zusammentreten.
Hauptthema sollen die Ereignisse im Kosovo und die Sicherheitsherausforderungen sein. Außerdem stehen die Frage der Energiesicherheit und die Vorkehrungen für den Winter im Rahmen der aktuellen Energiekrise auf der Tagesordnung, wie der serbische öffentlich-rechtliche Sender RTS berichtet.