Berater von Macron und Scholz reisen nach Belgrad und Pristina
Der von der EU eingesetzte Vermittler Miroslav Lajčak wird am Freitag gemeinsam mit Sonderberatern von Bundeskanzler Olaf Scholz und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron Pristina und Belgrad besuchen.
Der von der EU eingesetzte Vermittler Miroslav Lajčak wird am Freitag gemeinsam mit Sonderberatern von Bundeskanzler Olaf Scholz und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron Pristina und Belgrad besuchen.
Bei dem Besuch sollen Möglichkeiten für Fortschritte im Dialog zwischen Belgrad und Pristina ausgelotet werden, wie ein Sprecher der EU-Kommission gegenüber dem serbischen Medium BETA erklärte.
Der Sprecher des Vorsitzenden des Europäischen Auswärtigen Dienstes, Josep Borrell, betonte, die EU begrüße die Unterstützung von Macron und Scholz für den von der EU vermittelten Dialog und die damit verbundenen Bemühungen der beteiligten Akteure.
Lajčak, Jens Plötner und Emmanuel Bonne, die jeweils leitenden außen- und sicherheitspolitischen Berater von Scholz beziehungsweise Macron, werden sich in Pristina mit dem kosovarischen Premierminister Albin Kurti und in Belgrad mit dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic treffen.
Macron und Scholz hatten am Sonntag ein Schreiben an Vucic und Kurti geschickt, in dem sie erklärten, dass die vollständige Normalisierung der Beziehungen für den Westbalkan von entscheidender Bedeutung sei und dass sie ihre außen- und sicherheitspolitischen Berater beauftragt hätten, den EU-Beauftragten für den Dialog, Miroslav Lajčak, direkt zu unterstützen.
Macron und Scholz schrieben in dem gemeinsamen Brief, dass angesichts der russischen Aggression gegen die Ukraine mehr Anstrengungen unternommen werden müssten, um die europäische Perspektive der Westbalkanstaaten Wirklichkeit werden zu lassen.
Die jüngsten Spannungen hätten gezeigt, dass konstruktive Schritte nach vorn dringend erforderlich seien, sowohl in praktischer als auch in politischer Hinsicht, heißt es weiter.
„Wir haben daher unsere außen- und sicherheitspolitischen Berater, Jens Plötner und Emmanuel Bonne, beauftragt, Miroslav Lajčak bei seinen Bemühungen direkt zu unterstützen. Wir schlagen vor, dass unsere Berater gemeinsam mit Lajčak in den Kosovo und nach Serbien reisen, um die Möglichkeit zu prüfen, den Prozess rasch voranzubringen“, heißt es in dem Schreiben abschließend.
Die beiden Beamten haben bereits bei der Entschärfung der Krise zwischen Moskau und Kyjiw und haben bei der Vorbereitung von Treffen im Rahmen des sogenannten Normandie-Formats zusammengearbeitet.