BDI korrigiert Angaben zu TTIP auf eigener Homepage
Nach einem Hinweis der Verbraucherorganisation Foodwatch hat der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) auf seiner Homepage Angaben über mögliche Effekte des Freihandelsabkommens TTIP korrigiert. Foodwatch hatte dem Verband vorgeworfen, wiederholt "krasse Fehlinformationen" über das transatlantische Abkommen zu verbreiten.
Nach einem Hinweis der Verbraucherorganisation Foodwatch hat der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) auf seiner Homepage Angaben über mögliche Effekte des Freihandelsabkommens TTIP korrigiert. Foodwatch hatte dem Verband vorgeworfen, wiederholt „krasse Fehlinformationen“ über das transatlantische Abkommen zu verbreiten.
Es handle sich „keineswegs“ um eine „bewusste Fehl- und Desinformationskampagne“, heißt es in einem Brief des BDI an die Verbraucherschützer, welcher der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch vorlag.
Auf seiner Internetseite hatte der BDI die positiven Auswirkungen des geplanten Abkommens zwischen der EU und den USA unter Berufung auf eine Studie im Auftrag der EU-Kommission auf rund 100 Milliarden Euro Wirtschaftswachstum pro Jahr beziffert. Tatsächlich gehen die Autoren der Studie nur von einem Einmaleffekt von 119 Milliarden Euro nach zehn Jahren aus.
„Es ist richtig, dass in unserer vielfältigen Kommunikation stellenweise der Eindruck entstehen konnte, als wäre der Effekt von rund 100 Mrd. Euro jährlich zu erwarten“, schreibt die verantwortliche BDI-Expertin Stormy-Annika Mildner in dem Brief an Foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode. Der Verband habe die entsprechende Textpassage auf der Homepage „sofort korrigiert beziehungsweise an anderer Stelle um weiterführende Erläuterungen ergänzt“, schreibt Mildner weiter.
Außer dem BDI wirft Foodwatch auch der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft vor, mit „falschen Angaben“ zu „hantieren“. Eine im Februar veröffentlichte Broschüre mit Fakten zu dem Abkommen enthalte „fehlerhafte oder verzerrte Darstellungen“. Die Initiative erklärte auf Anfrage von AFP, sie wolle die Vorwürfe prüfen.
Täglich informiert bleiben mit dem kostenlosen EURACTIV-Newsletter