Arbeitslosigkeit in der Eurozone unverändert hoch

Die Arbeitslosigkeit in den Ländern der Eurozone bleibt dem Statistikamt Eurostat zufolge weiter auf hohem Niveau. Die höchste Arbeitslosenquote meldet Spanien mit 20,7 Prozent. Deutschland gehört zu den Ländern, in denen im letzten Jahr die höchsten Rückgänge verzeichnet wurden.

Sechzehn EU-Mitgliedsstaaten verzeichneten über ein Jahr betrachtet einen Rückgang der Arbeitslosenquote, in zehn Mitgliedsstaaten stieg sie an. In Deutschland fiel sie von 7,4 auf 6,3 Prozent. Foto: dpa
Sechzehn EU-Mitgliedsstaaten verzeichneten über ein Jahr betrachtet einen Rückgang der Arbeitslosenquote, in zehn Mitgliedsstaaten stieg sie an. In Deutschland fiel sie von 7,4 auf 6,3 Prozent. Foto: dpa

Die Arbeitslosigkeit in den Ländern der Eurozone bleibt dem Statistikamt Eurostat zufolge weiter auf hohem Niveau. Die höchste Arbeitslosenquote meldet Spanien mit 20,7 Prozent. Deutschland gehört zu den Ländern, in denen im letzten Jahr die höchsten Rückgänge verzeichnet wurden.

In der Eurozone lag die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im März 2011 bei 9,9 Prozent, und blieb unverändert gegenüber dem Vormonat. Dies teilte das Europäische Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg mit. In den 27 EU-Mitgliedsstaaten lag der Wert  bei 9,5 Prozent, ebenfalls unverändert gegenüber Februar 2011.

Eurostat zufolge waren im März 2011 in der gesamten EU 22,828 Millionen Männer und Frauen arbeitslos. Gegenüber dem Vormonat hat die Zahl der Arbeitslosen um 10.000 abgenommen. Im Vergleich zum März 2010 fiel die Zahl der Arbeitslosen um 291.000.

Die Niederlande (4,2 Prozent), Österreich (4,3 Prozent) und Luxemburg (4,5 Prozent) verzeichneten die niedrigsten Arbeitslosenquoten. Deutschland lag mit 6,3 Prozent auf dem vierten Platz. Die höchsten Quoten meldeten Spanien (20,7 Prozent), Litauen (17,3 Prozent im vierten Quartal 2010) und Lettland (17,2 Prozent im vierten Quartal 2010).

Sechzehn Mitgliedsstaaten verzeichneten über ein Jahr betrachtet einen Rückgang der Arbeitslosenquote, in zehn Mitgliedsstaaten stieg sie an. In Polen blieb die Quote stabil. Die höchsten Rückgänge wurden in Lettland (von 20,1 Prozent auf 17,2 Prozent zwischen dem vierten Quartal 2009 und 2010), Estland (von 16,1 Prozent auf 14,3 Prozent zwischen dem vierten Quartal 2009 und 2010) und Deutschland (von 7,4 Prozent auf 6,3 Prozent) beobachtet.

Höchster Anstieg in Griechenland

Die höchsten Anstiege verzeichneten Griechenland (von 10,2 Prozent auf 14,1 Prozent zwischen dem vierten Quartal 2009 und 2010), Bulgarien (von 9,7 Prozent auf 11,4 Prozent) und Irland (von 13,1 Prozent auf 14,7 Prozent).

Vergleicht man März 2011 mit März 2010, so fiel die Arbeitslosenquote der Männer im Euroraum von 9,9 Prozent auf 9,6 Prozent und in der EU27 von 9,8 Prozent auf 9,4 Prozent. Die Arbeitslosenquote der Frauen nahm im Euroraum von 10,3 Prozent auf 10,2 Prozent ab, stieg jedoch in der EU27 von 9,5 Prozent auf 9,6 Prozent.

Die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen lag im März 2011 im Euroraum bei 19,8 Prozent und in der EU27 bei 20,7 Prozent. Im März 2010 hatte sie 20,9 Prozent bzw. 21,1 Prozent betragen. Die niedrigsten Quoten verzeichneten die Niederlande (6,9 Prozent), Deutschland (8,2 Prozent) und Österreich (9,4 Prozent) und die höchsten Quoten Spanien (44,6 Prozent), Griechenland (36,1 Prozent im vierten Quartal 2010), die Slowakei (35,2 Prozent) und Litauen (34,2 Prozent im vierten Quartal 2010).

dto

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Dokumente

Eurostat: Arbeitslosenquote des Euroraums bei 9,9 Prozent (29. April 2011)

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