Arbeitgeber erwarten verbesserte Beschäftigungslage für 2010
Die Personalverantwortlichen in den führenden Unternehmen Europas erwarten leichte Verbesserungen der Einstellungsbedingungen für 2010, so eine kürzlich durchgeführte europaweite Studie.
Die Personalverantwortlichen in den führenden Unternehmen Europas erwarten leichte Verbesserungen der Einstellungsbedingungen für 2010, so eine kürzlich durchgeführte europaweite Studie.
Die fünfte Ausgabe des jährlich durchgeführten European HR Barometer, das die Rolle des Personalwesens in der europäischen Wirtschaft analysiert, beleuchtet die Aussichten für Wachstum und die Schaffung neuer Arbeitsplätze, warnt allerdings, dass die schwierige Beschäftigungslage noch einige Zeit andauern wird.
Die Umfrage wurde von Dezember bis Mitte Januar vom European Club for Human Resources (EChr)durchgeführt und prognostiziert für 2010 Verbesserungen bei den Neueinstellungen im Vergleich zum Vorjahr, was die allmähliche Erholung der europäischen Konjunktur Ende 2009 widerspiegelt.
Obwohl die Aussichten demnach positiver sind, erwarten 44% der Firmen für 2010 weiterhin, Personal abbauen zu müssen. Diese Zahl liegt jedoch deutlich niedriger als letztes Jahr (71%). Zudem erwarten 20% der Unternehmen, dieses Jahr neue Arbeitsplätze schaffen zu können, im Vergleich zu nur 8% im Jahr 2009.
Dabei sorgen die Auswirkungen der Krise auf die europäische Konjunktur und die öffentlichen Haushalte der EU dafür, dass der Arbeitsmarkt weiterhin fragil bleibt, und begrenzen das Wachstumspotenzial für dieses Jahr.
Der derzeitige Mangel an qualifiziertem Personal auf dem europäischen Arbeitsmarkt bleibt weiterhin eine der größten Sorgen der Personalmanager. Trotz der hohen Arbeitslosigkeit ist die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitnehmern hoch. Doch jeder dritte Europäer im arbeitsfähigen Alter verfügt über unzureichende Qualifikationen (EURACTIV vom 5. Februar 2010).
Daher werden große Hoffnungen in eine neue, ergebnisorientierte politische Agenda der EU gesetzt. Der Umfrage zufolge sehen 66% der Personalmanager die Schaffung eines neuen Wachstumsplans für die Förderung von Innovation in Bildung und Forschung als eine Spitzenpriorität für die neue Europäische Kommission.
Leonardo Sforza, Vorsitzender des wissenschaftlichen Ausschusses von EChr und Leiter für EU-Angelegenheiten und Forschung bei Hewitt Associates, drückte seine Hoffnung für bessere Verknüpfungen zwischen politischen Maßnahmen der EU und den europäischen Personalmanagern aus und wies auf die derzeitige Produktivitätslücke zwischen den Vereinigten Staaten und Europa hin.