Albaniens schwimmender Solarpark nach Panne fertiggestellt

exit.al
A,Closeup,Picture,Of,A,Floating,Array,Of,Solar,Panels
Das Unternehmen hat vier schwimmende Anlagen auf dem Banja-Stausee im Südosten Albaniens in Betrieb genommen. [[Shutterstock/petrmalinak]]

Statkraft hat die letzte Stufe seiner schwimmenden Solaranlage nach anfänglichen Schwierigkeiten – wie beispielsweise den Untergang eines Ringes von Paneelen nur wenige Tage nach dem Start – in Betrieb genommen.

Das Unternehmen hat vier schwimmende Anlagen auf dem Banja-Stausee im Südosten Albaniens hochgefahren. Die Module befinden sich direkt neben dem Wasserkraftwerk des Unternehmens. Die kombinierte Kapazität der Anlagen mit etwa 6.400 Paneelen beträgt 2 Megawatt.

Die erste Serie von Paneelen wurde im vergangenen Jahr in Betrieb genommen, ging aber prompt unter. Sie konnte jedoch wieder zum Laufen gebracht werden, sodass auch die anderen drei geplanten Ringe in Betrieb genommen werden konnten. Die Kosten für das Projekt beliefen sich auf insgesamt 2 Millionen Euro, ohne die zusätzlichen Kosten, die durch das anfängliche Missgeschick verursacht wurden.

Seit dieser Woche ist das Projekt jedoch abgeschlossen, in Betrieb und erzeugt Strom.

Anfang Juli kündigte ein zweites Unternehmen, Voltalia, den Beginn der Arbeiten am Solarpark Karavasta an, der der größte auf dem Balkan sein wird. Er wird sich über 196 Hektar erstrecken und eine Kapazität von 140 Megawatt (MW) haben, die sich aus 240.000 Paneelen speist.

Voltalia erhielt eine 30-jährige Konzession für den Standort, wobei 50 Prozent des Stroms im Rahmen eines 15-jährigen Vertrags an den öffentlichen albanischen Betreiber und der Rest an private Betreiber verkauft werden soll. Das Projekt wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2023 abgeschlossen sein.

Ein weiteres Projekt des Unternehmens ist in Spitalla geplant, das eine Kapazität von 100 Megawatt aufweisen soll.

Albanien ist derzeit hinsichtlich der Erzeugung erneuerbarer Energien führend in der Region, muss aber aufgrund fehlender Speicherkapazitäten fossile Energie importieren, um den saisonalen Bedarf zu decken.

Obwohl das Land derzeit kein Gas produziert oder verwendet, soll sich dies ändern, da die Regierung in den letzten Monaten eine Reihe neuer privater und öffentlicher Projekte auf den Weg gebracht hat.

Premierminister Edi Rama erklärte außerdem kürzlich, dass der Energieriese Shell kurz vor der Bekanntgabe eines bedeutenden Öl- und Gasfundes in Albanien stehen könnte, der die Energieperspektive des Landes und Europas nachhaltig verändern könnte.