Albanien demontiert Hunderte illegale Überwachungskameras

In den letzten zwei Wochen haben die albanischen Behörden Hunderte von illegal angebrachten Überwachungskameras von öffentlichen Plätzen entfernt, die organisierte kriminelle Gruppen zur Überwachung von Polizei- und Bandenbewegungen platziert hatten.

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Es ist seit vielen Jahren bekannt, dass private Überwachungskameras in bestimmten Städten aufgestellt wurden, darunter Shkodra im Norden Albaniens und in den Vororten der Hauptstadt Tirana. [Shutterstock/AliaksaB]

In den letzten zwei Wochen haben die albanischen Behörden Hunderte von illegal angebrachten Überwachungskameras von öffentlichen Plätzen entfernt, die organisierte kriminelle Gruppen zur Überwachung von Polizei- und Bandenbewegungen platziert hatten.

Es ist seit vielen Jahren bekannt, dass private Überwachungskameras in bestimmten Städten aufgestellt wurden, darunter Shkodra im Norden Albaniens und in den Vororten der Hauptstadt Tirana.

In den letzten zwei Wochen haben die Behörden jedoch eine landesweite Aktion gestartet, um diese Anlagen zu demontieren und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Im Rahmen der Operation „Fijet“ wurden in Elbasan insgesamt 37 Kameras entfernt und 10 Bürger:innen verhaftet, in Gramsh wurden vier Kameras entfernt und in Peqin weitere fünf. In Tirana wurden 220 Kameras entfernt und gegen 44 Personen wurde ermittelt. Etwa 33 Kameras wurden in Pogradec und Korca, 16 in Vlora, fünf in Fier, drei in Gjirokaster und eine in Dibra abgebaut.

In Shkodra, einer Stadt, die von Bandenaktivitäten geplagt wird, wurden mindestens 55 Kameras abmontiert, während die Ermittlungen gegen die Verantwortlichen noch andauern.

Aus Sicht der Behörden erleichtern die Kameras nicht nur die Aktivitäten von Kriminellen, sondern verletzen auch die Privatsphäre der Bürger:innen.

Der Straftatbestand des „ungerechtfertigten Eingriffs in das öffentliche Leben“ und der Verletzung des „Schutzes personenbezogener Daten“ wird mit einer Geldstrafe oder bis zu zwei Jahren Gefängnis geahndet.

„Es ist sehr eklatant – die Verletzung persönlicher Daten und die Überlegenheit, die strukturierte kriminelle Gruppen gegenüber dem Staat haben“, sagte Erida Skendaj, die das Helsinki-Komitee in Tirana leitet, gegenüber BIRN.