Albanien bekommt Probleme mit der Energieversorgung
Mangelender Regen wirft in Albanien nach wie vor Probleme bei der Energieversorgung auf. EU-Gelder könnten jedoch Abhilfe schaffen, sagte Premierminister Edi Rama bei einem Treffen mit Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Donnerstag (27. Oktober).
Mangelender Regen wirft in Albanien nach wie vor Probleme bei der Energieversorgung auf. EU-Gelder könnten jedoch Abhilfe schaffen, sagte Premierminister Edi Rama bei einem Treffen mit Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Donnerstag (27. Oktober).
Albanien erzeugt fast seinen gesamten Strom aus Wasserkraftwerken und importiert im Winter das Defizit an Energie aus fossilen Brennstoffen aus den Nachbarländern. Für die kommenden Monate sieht die Situation jedoch düster aus.
„Wir sehen es gerade, es gibt keinen Regen, der Himmel scheint von der Sonne beschienen. Es sieht schlecht aus“, sagte Rama.
Im September forderte die Regierung die Bürger:innen auf, den Verbrauch zu senken. Jeder, der mehr als 800kw im Monat verbraucht, sollte demnach einen höheren Tarif zahlen – fast ein Viertel des derzeitigen subventionierten Tarifs. Doch kurz bevor die neue Regelung in Kraft treten sollte, machte die Regierung einen Rückzieher, da die Wasserkraftwerke des Landes aufgrund starker Regenfälle ihre Kapazität erhöhten.
Doch die Trockenheit in den restlichen Monaten bedeutet, dass die Regierung die Preisspanne erneut in Erwägung zieht, falls die Kunden ihren Verbrauch nicht reduzieren können.
„Albanien verzeichnet die niedrigste Inflation in der Region, was vor allem darauf zurückzuführen ist, dass wir einen finanziellen Schutz für den Energiepreis haben. Zweitens: Wir werden den Energiepreis nicht erhöhen. Die Festlegung einer Bandbreite ist keine Erhöhung, sondern die Festlegung einer Obergrenze, unterhalb derer jede Familie ihre Grundbedürfnisse decken kann, ohne mehr zu benötigen“, sagte er und wies darauf hin, dass der Kosovo seit langem ein ähnliches System ohne jegliche Probleme anwende.
In Bezug auf die 80 Millionen Euro, die die EU zur Bewältigung der Herausforderungen der Krise bereitstellt, sagte Rama, dass er dafür dankbar sei und dass damit ein Viertel der Summe abgedeckt werde, die für die weitere Subventionierung der Energiepreise benötigt werde.
„80 Millionen Euro an Zuschüssen sind nicht wenig, sondern eine bedeutende Summe. Auf die Frage, wie groß der Anteil des tatsächlichen Bedarfs ist, um die Preise für Familien zu sichern, beträgt dieser ein Sechstel. Wenn wir uns auf dieses Jahr beziehen, haben wir 460 Millionen Euro gebraucht.“
Der Premierminister kündigte außerdem an, dass drei große Energieerzeuger, die dem Staat oder den Bürger:innen im letzten Jahr nicht geholfen hatten, mit einer Sondersteuer belegt werden sollen.
„Wir werden die Sondersteuer über drei große Energieerzeuger verhängen. Es ist eine Steuer für die drei großen Energieerzeuger in Albanien. Sie können nicht mit Glück schwindelerregende Gewinne machen und wir haben keine Chance“, sagte er und fügte hinzu, dass das Geld zur Unterstützung der Bedürftigen verwendet werden würde.
Anfang dieser Woche sagte Energieministerin Belinda Balluku, dass die Lage der Energieversorgung besorgniserregend sei, da alle Wasserkraftwerke deutlich unter ihren Kapazitäten lägen. Sie wies aber auch darauf hin, dass der Energieverbrauch um 5 Prozent gesunken sei, was das Bewusstsein der Bürger:innen zeige, und dass für den kommenden Monat mehr Regen erwartet werde.