AfD gründet Erasmus-Stiftung
Die eurokritische Alternative für Deutschland hat sich eine parteinahe Stiftung zugelegt. Ihr Vorsitzsvorsitzender wird der rechtskonservative Publizist Konrad Adam.
Die eurokritische Alternative für Deutschland hat sich eine parteinahe Stiftung zugelegt. Ihr Vorsitzsvorsitzender wird der rechtskonservative Publizist Konrad Adam.
Die Grünen haben die Heinrich-Böll-Stiftung, die Christdemokraten die Konrad-Adenauer-Stiftung – und jetzt hat auch die Alternative für Deutschland (AfD) eine parteinahe Stiftung. So verkündete die AfD am Montag, dass sie die „Erasmus“-Stiftung ins Leben gerufen habe. Sie soll satzungsgemäß die staatsbürgerliche Bildung fördern, wissenschaftliche Untersuchungen in Auftrag geben, der internationalen Verständigung dienen sowie die Aus- und Weiterbildung begabter junger Menschen unterstützen.
Die Stiftung trägt den Namen des christlichen Humanisten Desiderius Erasmus von Rotterdam. Nach ihm ist auch ein Stipendienprogramm der EU benannt. Der Name stehe laut AfD-Sprecher für „die proeuropäische, aber Euro-kritische Haltung der Partei“.
Zum Vorstandsvorsitzenden wurde Konrad Adam gewählt. Adam wird dem rechtskonservativen AfD-Flügel zugerechnet. Er ist neben Bernd Lucke und Frauke Petry Co-Vorsitzender im Parteivorstand.
Alle großen Parteien haben parteinahe Stiftungen. Diese erhalten staatliche Zuschüsse. Zwar müssen sie nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts rechtlich unabhängig sein. Kritiker beklagen trotzdem eine zu große Nähe zwischen den Parteien und ihren Stiftungen.