Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments haben ihre millionenschweren Pläne zur Renovierung eines der drei Arbeitsorte des EU-Parlaments in Brüssel fallen gelassen, um eine öffentliche Debatte zu dem Thema abzuwenden
Bei der Abstimmung über den EU-Haushalt für 2023 am Mittwoch (19. Oktober) in Straßburg stimmten die Abgeordneten zu, die Pläne zur Renovierung des Paul-Henri Spaak-Gebäudes in Brüssel zu überdenken.
Zwar wurde der 500 Millionen schwere Vorschlag zur Sanierung des Gebäudes, das den Plenarsaal beherbergt, von den zuständigen Ausschüssen abgesegnet, nach einer heftigen Debatte wurde allerdings von der Genehmigung abgesehen. Angesichts der anhaltend hohen Lebenshaltungskosten, sei es das falsche Zeichen, eine so hohe Summe auszugeben, argumentierten die Parlamentarier.
Die Renovierung des Gebäudes steht bereits seit mehreren Jahren auf der Agenda. Seit 2020 hat die Debatte allerdings an Fahrt aufgenommen.
Die Kosten für die Sanierung werden hierbei auf rund 500 Millionen geschätzt. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen im Parlament, die die tatsächlichen Kosten auf 1 Milliarde schätzen.