Lage im Jemen verschlimmert sich
Die UN spricht von der Lage im Jemen als der "schlimmsten Katastrophe seit Jahrzehnten". Nun gibt das Welternährungsprogramm wieder Alarm: bis zu zwölf Millionen Menschen könnten hungern.
Die Lage im Jemen verschlimmert sich, der Bürgerkrieg treibt Millionen Menschen in die Hungersnot.
Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen hat vor einer Verschärfung der Hungersnot im Bürgerkriegsland Jemen gewarnt. Sollte sich die Lage dort nicht ändern, könne die Zahl der vom Hunger bedrohten Menschen um weitere 3,5 Millionen auf zwölf Millionen anwachsen, sagte der Sprecher der Organisation, Herve Verhoosel, am Montag.
In dem ärmsten Land auf der arabischen Halbinsel leben rund 30 Millionen Menschen. Seit mehr als drei Jahren leidet der Jemen unter dem Bürgerkrieg. Dabei stehen sich die von einer saudiarabischen Militärallianz gestützte, international anerkannte Regierung und pro-iranische Huthi-Milizen gegenüber. Diese kontrollieren den Norden des Landes und die Hauptstadt Sanaa. Der Jemen importiert traditionell 90 Prozent seiner Lebensmittel.