23,2 Millionen Arbeitslose in der EU
Die Arbeitslosigkeit in den 16 Euro-Ländern bleibt unverändert auf hohem Niveau. Im Mai betrug die Quote laut Eurostat wie bereits im April zehn Prozent. Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich nach wie vor robust. Bulgarien fordert indes die vollständige Öffnung des Arbeitsmarkts der EU für bulgarische Arbeitskräfte.
Die Arbeitslosigkeit in den 16 Euro-Ländern bleibt unverändert auf hohem Niveau. Im Mai betrug die Quote laut Eurostat wie bereits im April zehn Prozent. Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich nach wie vor robust. Bulgarien fordert indes die vollständige Öffnung des Arbeitsmarkts der EU für bulgarische Arbeitskräfte.
Vor einem Jahr hatte die Quote der Arbeitslosigkeit in den Euro-Ländern bei 9,4 Prozent gelegen. In der gesamten Europäischen Union betrug die Arbeitslosenquote 9,6 Prozent und war ebenfalls unverändert gegenüber dem Vormonat.
Nach Schätzungen von Eurostat sind in der EU insgesamt 23,2 Millionen Menschen ohne Arbeit, davon 15,8 Millionen im Euro-Raum. Am schlimmsten traf es im Eurogebiet erneut Spanien mit einer Quote von 19,9 Prozent. Das Nicht-Euro-Land Lettland verzeichnete gar 20,0 Prozent.
Bulgarien: "Diskriminierende Regelungen" abschaffen
Bulgarien hat derweil die Öffnung des Arbeitsmarktes der gesamten EU für seine Arbeitskräfte gefordert. Parlamentspräsidentin Zezka Zatschewa rief am Freitag zehn EU-Staaten auf, "diskriminierende Regelungen" abzuschaffen. Auch nach Bulgariens EU-Beitritt 2007 beschränken Deutschland, Österreich, Großbritannien, Frankreich, Italien sowie Belgien, Luxemburg, die Niederlande, Irland und Malta weiter die Einstellung bulgarischer Arbeitskräfte.
Höchster Rückgang in Deutschland und Österreich
Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich nach wie vor robust. Fünf Mitgliedstaaten verzeichneten über ein Jahr betrachtet einen Rückgang der Arbeitslosenquote und zweiundzwanzig einen Anstieg. Die höchsten Rückgänge wurden in Österreich (von 4,9 Prozent auf 4,0 Prozent) und Deutschland (von 7,6 Prozent auf 7,0 Prozent) beobachtet.
Die von Eurostat ermittelten Werte können wegen unterschiedlicher Berechnungsmethoden von den Zahlen der nationalen Statistikbehörden abweichen. Die Angaben zu den Ländern sind nach Ansicht von Fachleuten aber miteinander vergleichbar.
dpa / dto
Links / Dokumente
eurostat: Pressemitteilung – Arbeitslosenquote des Euroraums bei 10,0% (2. Juli 2010)