191 Länder erfreuen sich an neuem Ozon-Abkommen [DE]
Die EU und 190 weitere Länder haben einstimmig ein Abkommen unterzeichnet, in dem sie sich dafür aussprachen, den kompletten Verzicht auf ozonschädigende Chemikalien, die in Kühlschränken und Kühlsystemen zum Einsatz kommen, zehn Jahre früher zu erreichen.
Die EU und 190 weitere Länder haben einstimmig ein Abkommen unterzeichnet, in dem sie sich dafür aussprachen, den kompletten Verzicht auf ozonschädigende Chemikalien, die in Kühlschränken und Kühlsystemen zum Einsatz kommen, zehn Jahre früher zu erreichen.
Die beteiligten Länder haben ihr Treffen zum 20. Jubiläum am 11. September 2007 in Montreal begonnen, um ein Abkommen zur Reduzierung und zum Verbot des H-FCKWs auszuarbeiten.
Die Beteiligten haben am 21. September 2007 einstimmig ein Abkommen verabschiedet, das die Frist zum Verzicht auf H-FCWK vorverlegen soll. Die Entscheidung wird als ein historischer Schritt im Kampf gegen die Erderwärmung begrüßt.
Die Industrieländer haben sich auf einen Zeitplan geeinigt, der eine Reduzierung des H-FCKW um 90% bis 2015 sowie einen Verzicht auf Selbiges bis 2020 vorsieht. Für Entwicklungsländer wurde dieser Zeitplan um zehn Jahre verschoben: eine Reduzierung um 67,5% bis 2025 und ein vollständiger Verzicht bis 2030.
Es wurde weiterhin eine Einigung über Transferzahlungen erreicht, welche die Entwicklungsländer bei der Einhaltung der Verpflichtungen unterstützen sollen. Hier wurden jedoch keine Einzelheiten festgelegt.
Achim Steiner, verantwortlicher Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), sagte in einer Presseerklärung, die genauen und endgültigen Ersparnisse in Hinblick auf Treibhausgasemissionen könnten sich auf mehrere Milliarden Tonnen belaufen. Das von 191 Ländern unterzeichnete Abkommen zeige die Komplementaritäten internationaler Umweltabkommen, fügte Steiner mit Hinweis auf das Kyoto-Protokoll hinzu.
Das Abkommen zu H-FCKW wurde zu einer Zeit erreicht, während der, in Vorfeld einer wichtigen UN-Klimakonferenz in Bali, die für den 3. bis 14. Dezember 2007 geplant ist, sich die internationalen Verhandlungen eines Kyoto-Folgeabkommens aufheizen. US-Präsident George W. Bush wird zudem diese Woche (27. und 28. September) ein Treffen zum Klimawandel in Washington abhalten.