11,1 Millionen Euro für entlassene Nokia-Beschäftige

Die Kommission will mit 5,5 Millionen Euro die 1300 entlassenen Nokia-Mitarbeiter in Bochum unterstützen. Die 27 Mitgliedsstaaten und das Parlament müssen dem Zuschuss aus dem EU-Globalisierungsfonds noch zustimmen. Insgesamt sollen für die Betroffenen 11,1 Millionen Euro für Transferkurzarbeitergeld und Weiterbildungen ausgeben werden.

Nokia hat sein Werk in Bochum geschlossen. Foto: dpa
Nokia hat sein Werk in Bochum geschlossen. Foto: dpa

Die Kommission will mit 5,5 Millionen Euro die 1300 entlassenen Nokia-Mitarbeiter in Bochum unterstützen. Die 27 Mitgliedsstaaten und das Parlament müssen dem Zuschuss aus dem EU-Globalisierungsfonds noch zustimmen. Insgesamt sollen für die Betroffenen 11,1 Millionen Euro für Transferkurzarbeitergeld und Weiterbildungen ausgeben werden.

1300 Menschen hatten ihren Job verloren, als das Nokia-Werk in Bochum im vergangenen Jahr geschlossen wurde. Nun will die EU den ehemaligen Beschäftigten mit 5,5 Millionen Euro unter die Arme greifen. Die Kommission bewilligte am 31. Juli einen entsprechenden Antrag der Bundesregierung. "Dieser Antrag hat meine volle Unterstützung, weil er mehr als 1300 Arbeitnehmern wieder zu einer Beschäftigung verhelfen kann", sagte der zuständige EU-Kommissar Vladimir Spidla.

Die 27 EU-Mitgliedsstaaten und das Europaparlament müssen noch zustimmen, damit das Geld aus dem Europäischen Globalisierungsfonds (EGF) ausgezahlt werden kann. Nach Angaben einer Kommissionssprecherin wird mit der Zustimmung noch in diesem Jahr gerechnet. Aus dem Bundeshaushalt kommt noch einmal doppelt soviel dazu.

Insgesamt 11,1 Millionen Euro stehen den früheren Arbeitnehmern dann unter anderem für die Weiterbildung zur Verfügung. 6,8 Millionen Euro werden für Transferkurzarbeitergeld bezahlt, 550.000 Euro fließen in die Verwaltung des Hilfsprogramms.

Hintergrund

Im EGF-Topf stehen jährlich 500 Millionen Euro zur Verfügung. Bei Massenentlassungen können Mitgliedsstaaten für die Unterstützung der Betroffenen bei der EU Hilfsgelder beantragen. Die Europäische Kommission prüft den nationalen Unterstützungsplan und legt ihn der EU-Haushaltsbehörde (Rat und Europäisches Parlament) zur Genehmigung vor. Stimmen beide Organe dem Vorschlag zu, hat die EU bisher bis zu 50 Prozent der Kosten getragen. Für Anträge, die zwischen dem 1. Mai 2009 und dem 31. Dezember 2011 gestellt werden, kann sogar ein Zuschuss von bis zu 65 Prozent beantragt werden.

mka

Dokumente
Kommission: EU-Globalisierungsfonds unterstützt 1300 deutsche Arbeitnehmer der Mobiltelefonsparte (Nokia)
Kommission: Initiates file downloadMitteilung über Deutschlands Antrag EGF/2009/002 DE/Nokia auf einen Finanzbeitrag des Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung