Ressourcenschonendes Europa
Die EU will und kann sich ihren Ressourcenverbrauch im bisherigen Umfang nicht mehr leisten. Bis 2020 soll das Wirtschaftswachstum von der Ressourcennutzung abgekoppelt werden.
Die EU will und kann sich ihren Ressourcenverbrauch im bisherigen Umfang nicht mehr leisten. Bis 2020 soll das Wirtschaftswachstum von der Ressourcennutzung abgekoppelt werden.
Zusammenfassung
"Ressourcenschonendes Europa" ist eine der sieben Leitinitiativen der Europa-2020-Strategie. Die Initiative zielt darauf ab, das Wirtschaftswachstum von der Ressourcennutzung abzukoppeln, den Übergang zu einer emissionsarmen Wirtschaft zu unterstützen, die Nutzung erneuerbarer Energieträger und die Energieeffizienz zu fördern sowie das Verkehrswesen zu modernisieren und nachhaltiger zu gestalten.
Verantwortlich zeichnet die
Generaldirektion Umwelt unter Leitung des slowenischen EU-Umweltkommissars Janez Poto?nik. Involviert ist außerdem die Generaldirektion Forschung und Innovation unter Führung der irischen Forschungskommissarin Máire Geoghegan-Quinn.
Die Strategie verknüpft unterschiedliche EU-Maßnahmen und Bereiche, darunter den Energieeffizienzplan, die EU-Rohstoffstrategie, die EU-Recyclingstrategie, die Klimaanpassungsstrategie, die Wasserpolitik, die Biodiversitätsstrategie, die Landwirtschaftspolitik und die Verkehrspolitik.
Mit einer Roadmap will die Kommission voraussichtlich im September 2011 konkrete Maßnahmen bis ins Jahr 2020 vorschlagen. Schwerpunkte liegen beim Verbrauch, bei marktbasierten Instrumenten (einschließlich der Besteuerung des Rohstoff-Einsatzes), und der Innovation.
Mit einer Konsultation holte die Kommission vom 22. Februar bis zum 22. April 2011 die Positionen von Umwelt- und Wirtschaftsverbänden und den betroffenen Interessengruppen ein. Die Ergebnisse sind öffentlich
einsehbar.
Im Europäischen Parlament wird derzeit über den
Berichtsentwurf über eine wirksame Rohstoffstrategie für Europa verhandelt, der am 30. Juni 2011 im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie (ITRE) beschlossen werden soll. Zuständiger Berichterstatter im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie (ITRE) ist Reinhard Bütikofer (Bündnis 90/Die Grünen). Der Initiativ-Bericht hat keine legislative Wirkung, seine Forderungen könnten von der Kommission allerdings aufgegriffen werden.
Mit der "Strategie für eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen" legt die EU bereits Maßnahmen fest, um eine effizientere und nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen während ihres gesamten Lebenszyklus zu erreichen.
Beim Thema Ressourcen setzen Deutschland und Frankreich unterschiedliche Schwerpunkte. Paris will speziell die Verteuerung von Agrar-Rohstoffen bekämpfen. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy fordert im Rahmen der G20 eine Regulierung der internationalen Rohstoffmärkte und macht Spekulanten maßgeblich für den Preisanstieg bei Lebensmitteln und Energie verantwortlich (EURACTIV.de vom 14. Juni 2010). Deutschland fokussiert sich auf die Verknappung von Industrie-Rohstoffen wie den Seltenen Erden.
Bausteine
Rohstoffe
Im Rahmen der grundlegenden Leitinitiative hat die EU-Kommission eine eigene Rohstoff-Strategie vorgelegt (EURACTIV.de vom 2. Februar 2011). Zuständig ist Industriekommissar Antonio Tajani. Neben mehr Transparenz auf den Rohstoffmärkten fordert diese Strategie mehr internationale Kooperation in der Rohstoffpolitik (insbesondere Handelsabkommen in Afrika und Asien), die schnelle Umsetzung der Rohstoff-Initiative aus dem Jahr 2008, eine höhere Ressourceneffizienz und ein wirksames Recycling innerhalb der EU.
Die Mitgliedsstaaten rufen dazu auf, die Grundstoffmärkte laufend zu überwachen und für eine wirksame Regulierung und Beaufsichtigung der Rohstoffmärkte zu sorgen.
Recycling
Zudem hat die Kommission die erste Verordnung zum Umgang mit Eisen-, Stahl- und Aluminiumschrott vorgelegt. Dadurch sollen die europäischen Recyclingmärkte angeregt werden. Derzeit wird außerdem eine Neufassung der sogenannten Elektroschrott-Richtlinie (WEEE) von 2003 verhandelt. Das Europaparlament verlangt, dass die EU-Staaten bis 2016 mindestens 85 Prozent des von ihnen produzierten Elektroabfalls einsammeln und nach Möglichkeit recyceln und wiederverwerten. Der Wert der Materialien, die aus Elektroschrott wieder gewonnen werden können, wird auf zwei Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.
Bioökonomie
Ergänzend führte die Generaldirektion "Forschung und Innovation" von 22. Februar bis zum 2. Mai 2011 eine
Konsultation zur "nachhaltigen Bioökonomie 2020" durch. Die Ergebnisse sind öffentlich
einsehbar.
Internationale Einbindung
Die EU-Initiative "Ressourcenschonendes Europa" befindet sich grundsätzlich im Einklang mit der
"OECD-Strategie für umweltverträgliches Wachstum" (Mai 2011) und der UN-Agenda
"Towards a Green Economy: Pathways to Sustainable Development and Poverty Eradication" (Februar 2011).
Ende Mai 2011 veranstaltete die EU-Kommission die Konferenz
"Green Week" zur Ressourceneffizienz in Brüssel. Die Reden und Präsentationen zahlreicher Experten wie des Ex-Präsidenten des "Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie", Ernst Ulrich von Weizsäcker, sind über die Internet-Seite der "Green Week" abrufbar.
EU-Umweltkommissar Janez Poto?nik forderte in seiner Rede, Gewerbetreibende und Unternehmer sollten ihre Produkte so gestalten und ihre Rohstoffe so auswählen, dass diese wiederverwertet werden können, wenn sie ausgedient haben.
Der Ausschuss für Ressourcenbewirtschaftung (International Resource Panel) wurde eingerichtet, um unabhängige wissenschaftliche Erkenntnisse in der Nutzung natürlicher Ressourcen und deren Umweltauswirkungen zu bieten. Dabei steht die Suche nach Lösungen im Vordergrund, wie wirtschaftliches Wachstum ohne Umweltschäden möglich ist. Der Ausschuss stützt sich auf die Stellungnahmen von Umweltexperten aus aller Welt. Der Vorsitz im Ausschuss wird gemeinsam geführt von IUCN-Präsident Ashok Khosla und Ernst Ulrich von Weizsäcker.
In zwei Berichten für die UNEP und die EU-Kommission forderte der Ausschuss die Industrieländer Ende Mai 2011 auf, ihren Umgang mit Ressourcen radikal zu ändern. Bei den 18 gebräuchlichsten Massenmetallen liege die Recyclingquote über 50 Prozent, bei Neben- und Seltenmetallen dagegen weit darunter. Außerdem wird eine drastische Entkopplung des Ressourcenverbrauchs vom Wirtschaftswachstum gefordert.
Ausgangslage
Handlungsbedarf ergibt sich aus der Abhängigkeit der europäischen Wirtschaft von knapper werdenden natürlichen Ressourcen. Die EU-Kommission verwendet einen weitgefassten Ressourcenbegriff. Die übergeodnete Strategie "Ressourcenschonendes Europa" zielt auf Metalle, Mineralien, Brennstoffe, "Ökosystemgüter" wie Holz, aber auch auf die Nutzung von Land, Wasser, fruchtbarem Boden, Biomasse, sauberer Luft und Ökosystemleistungen wie Kohlenstoffbindung und -speicherung, die Wasseraufbereitung, Luftfilterung und ähnliches.
Einige EU-Mitgliedsstaaten sind zum Beispiel bereits heute von Wasserknappheit betroffen. Die EU-Kommission hat hierzu eine Mitteilung für 2012 angekündigt.
"Die Lebensmittel- und Ölkrise im Jahr 2007 sowie die zunehmende Bedrohung durch den Klimawandel sind deutliche Zeichen für die Spannung zwischen einem ständig wachsenden globalen Wirtschaftssystem und der Nutzung begrenzter Ressourcen sowie dem Raubbau an Ökosystemen", heißt es in einem
Hintergundpapier der Generaldirektion Umwelt. "Es ist ganz klar, dass es weder möglich noch erstrebenswert ist, so weiterzumachen wie bisher." Weiter heißt es: "Für ein ressourcenschonendes Europa müssen wir als Verbraucher und als Hersteller unsere Verhaltensmuster ändern und unsere Landwirtschafts-, Industrie-, Energie- und Verkehrssysteme innovativ verändern."
Die Jahrtausendstudie zur Bewertung der Ökosysteme (
Millennium Ecosystem Assessment) aus dem Jahr 2005 ergab, dass über 60 Prozent der Ökosysteme weltweit bereits geschädigt sind und dass dieser Trend weiter anhält. Es wird davon ausgegangen, dass die Weltbevölkerung bis 2050 auf 9 Milliarden ansteigt und dass Wohlstand und Verbrauch ebenfalls zunehmen werden. Dadurch erhöht sich der Druck auf die Ressourcen, die Instabilität des Marktes weitet sich aus und bringt so die Versorgungssicherheit in Gefahr.
So zogen im Jahr 2007 die Preise auf sämtlichen großen Grundstoffmärkten (u. a. Energie, Metalle und Mineralien, landwirtschaftliche Erzeugnisse und Lebensmittel) stark an und erreichten 2008 ihr höchstes Niveau; in der zweiten Jahreshälfte 2008 ließen sie dann beträchtlich nach und zeigen seit dem Sommer 2009 wieder eine steigende Tendenz. Diese Preisschwankungen beeinflussten laut EU-Kommission die Verbraucherpreise in unterschiedlichem Maße und führten zeitweise zu sozialen Unruhen, etwa auf Haiti.
Im vergangenen Jahrzehnt hat das weltweite Wirtschaftswachstum, insbesondere in Schwellenländern wie China, die Nachfrage nach Rohstoffe gesteigert. China verbraucht bereits jetzt weltweit am meisten Metalle. Beispielsweise ist sein anteiliger Kupferverbrauch im Verlauf der letzten 10 Jahre von 12 auf ca. 40 Prozent gestiegen. Die Preisschwankungen verschiedener Grundstoffe wurden laut EU-Kommission durch eine Reihe strukturbedingter Probleme in der Liefer- und Vertriebskette noch verschärft.
Nach dem UNEP-Bericht "Decoupling natural resource use and environmental impacts from economic growth" ("Entkopplung der Nutzung natürlicher Ressourcen und der Umweltauswirkungen vom Wirtschaftswachstum") wird der Ressourcenverbrauch bis 2050 mit einem Jahresverbrauch von 140 Milliarden Tonnen Mineralien, Erzen, fossilen Brennstoffen und Biomasse drei Mal so hoch sein wie heute, wenn sich das Verhalten nicht ändert. "Da dies ganz offensichtlich nicht haltbar ist, heißt die Lösung Entkopplung des Wirtschaftswachstums vom natürlichen Ressourcenverbrauch durch eine erhöhte Ressourceneffizienz", heißt es von Seiten der UNEP.
Der Bericht schlägt drei Szenarien vor, von denen das Ehrgeizigste von den Industrieländern verlangt, den Pro-Kopf-Verbrauch von derzeit 16 Tonnen pro Jahr um zwei Drittel zu reduzieren, während andere Länder auf dem heutigen Niveau bleiben. Der Ressourcenverbrauch könnte dann auf dem Niveau des Jahres 2000 gehalten werden.
Die westlichen Industrienationen verbrauchen pro Kopf weit mehr an
natürlichen Ressourcen als die weniger industrialisierten Weltregionen. So beträgt der Pro?Kopf?Verbrauch in Europa 43 kg natürliche Rohstoffe pro Tag, in den USA 90 kg, in Asien dagegen nur 14 kg und in Afrika nur rund 10 kg, wie das Sustainable Europe Research Institute (SERI) 2010 errechnet hat.
Schlüsselfrage: Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit
Die Ressourcen-Politik beeinflusst direkt die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie. Die Generaldirektion Umwelt betont die Chancen, die sich aus der Ressourcen-Effizienz ergeben. "Die EU blickt bezüglich eines schrittweisen Wandels und Herausforderungen, die zu Chancen werden, auf eine lange Erfolgsgeschichte zurück: So haben sich neue Wirtschaftszweige entwickelt – IT, Telekommunikation, erneuerbare Energien, Abfallrecycling –, die neue Arbeitsplätze für die europäische Bevölkerung mit sich gebracht und zum Wirtschaftswachstum beigetragen haben", heißt es bei der Generaldirektion Umwelt.
Beispielsweise könnten in der EU bis 2020 bei Öl- und Gasimporten 60 Milliarden Euro eingespart werden.
Auch die "OECD-Strategie für umweltverträgliches Wachstum" sieht erheblich wirtschaftliches Potenzial in einem "New Green Deal". Allein bei den Naturressourcen ergeben sich durch Nachhaltigkeitsinvestitionen Chancen für Profite von mehreren Billionen US-Dollar bis 2050, heißt es darin.
Ein geringerer Rohstoff-Verbrauch senkt zudem die Kosten der Industrie. In Sektoren wie der Automobil? oder Maschinenbauindustrie, liegen die Materialkosten heute bei mehr als über 50 Prozent des Bruttoproduktionswertes. Die Deutsche Materialeffizienzagentur (demea) rechnet vor, dass gerade der kleinen und mittlere Unternehmen (KMU) noch erhebliche Ressourceneffizienzpotenziale von etwa 20 Prozent heben könnten. Dies würde ihre Wettbewerbsfähigkeit auf den Inlands? und Auslandsmärkten erheblich stärken.
Die europäische Grundstoff-Industrie warnt hingegen vor einem Alleingang der EU in der Ressourcen-Politik, der die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie schwächen könnte.
Peter Willbrandt, Mitglied des Vorstands des Kupferkonzerns Aurubis AG und stellvertretender Vorsitzender der Unternehmensinitiative "Metalle pro Klima"
sagte bei einem EURACTIV.de-
Workshop zur Ressourcen-Effizienz: "Klimaschutz, Ressourcen- und Energieeffizienz betrifft (…) nicht nur Fragen des Schutzes der Umwelt und des Klimas, sondern ebenso Fragen der Industriepolitik. Eine überambitionierte Politik stellt Investitionen und Industriearbeitsplätze am Standort Deutschland in Frage, wenn die Risiken und Unsicherheiten für die Unternehmen überwiegen und die Chancen überschatten."
Deutsche Strategien: ProgRess und Rohstoff-Agentur
Das Bundesumweltministerium (BMU) arbeitet derzeit an einem Deutschen Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess), das vom Bundeskabinett 2011 beschlossen werden soll. ProgRess (
Arbeitsentwurf) beschreibt Maßnahmen, um das in der Nachhaltigkeitsstrategie von 2002 gesetzte Ziel der Verdopplung der Rohstoffproduktivität bis 2020 gegenüber dem Basiswert von 1994 zu erreichen. Bis 2008 wurden nur knapp 40 Prozent Steigerung erreicht, wodurch Deutschland derzeit nicht im Plan liegt, wie es beim BMU heißt.
Zur EU-Ebene heißt es im ProgRess-Entwurf: "Die Bundesregierung begrüßt die zunehmende Hinwendung der europäischen Umweltpolitik
zum Ressourcenschutz." Und weiter: "Die Bundesregierung (…) tritt für die Festlegung europäischer Ressourceneffizienzziele für 2020 und weiter bis 2050 ein."
Zudem hat die Bundesregierung im Oktober eine Rohstoffstrategie auf den Weg gebracht, um eine nachhaltige Rohstoffversorgung Deutschlands mit nicht-energetischen mineralischen Rohstoffen zu sichern.
Das BMWi hat am 4. Oktober 2010 in der "Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe" (BGR) die "Deutsche Rohstoffagentur" (DERA) eingerichtet.
Das Bundesforschungsministerium (BMBF) hat gemeinsam mit dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) die Initiative "Effizienzfabrik" gestartet.
Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) hat der Bundesregierung eine Neuausrichtung ihrer Rohstoffpolitik empfohlen. Das Gremium legt der Bundesregierung in einem Gutachten (Juni 2011) nahe, Rahmenbedingungen für eine vollständige Kreislaufführung und damit Wiederverwertung metallischer und mineralischer Ressourcen wie Silber und Gold, Indium und Gallium, Kupfer und Kobalt zu schaffen.
Bereits 2008 wurde das sogenannte Ufoplan-Projekt "Materialeffizienz und Ressourcenschonung" (MaRess) vom Umweltbundesamt UBA) und dem Bundesumweltministerium an ein Konsortium unter der Leitung des Wuppertal Institutes vergeben. Ziel des MaRess-Projektes ist die übergreifende und umfassende Analyse von Möglichkeiten zur Ressourcenschonung in den Bereichen Produktion und Konsum. Es sollen Potenziale ermittelt, Maßnahmen und Instrumente analysiert und Umsetzungsvorschläge gemacht werden.
In der Initiative "Metalle pro Klima" dokumentieren führende Unternehmen der Nichteisen(NE)-Metallindustrie anhand von Best-Practise-Beispielen ihren Beitrag zum Klimaschutz.
Positionen
EU-Parlament: Indikatoren und Überwachung
Das EU-Parlament begrüßt die EU2020-Leitinitiative zu einem ressourcenschonenden Europa in einer
Entschließung (17. Februar 2011).
Das Parlament bedauert allerdings , dass die Mitteilung mit Leitcharakter der Ressourceneffizienz als überragender politischen Priorität der EU nicht genügend Bedeutung beimisst. Die EU müsse erste Schritte in Richtung auf eine Recyclingwirtschaft hin unternehmen, eine Verringerung der Abfallproduktion gewährleisten und gleichzeitig den Wert einer Wiederverwendung von Ressourcen anerkennen. Die ökologische Nachhaltigkeit hänge von einem Rückgang des Ressourceneinsatzes ab. Das Parlament fordert die Kommission auf, eine Reihe von Indikatoren vorzulegen, um die Fortschritte bei der Ressourceneffizienz im Rahmen der nationalen Reformprogramme (NRP) überwachen zu können.
In den NRP legen die jedes Jahr im April Mitgliedsstaaten dar, wie sie die Ziele der Europa 2020-Strategie umsetzen wollen.
BMU: Deutschland als Weltmeister der Ressourceneffizienz
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU)
begrüßt die EU-Initiative für ein "ressourcenschonendes Europa". "Ressourceneffizienz ist eine zentrale Aufgabe für die Umweltpolitik. Dass die Europäische Kommission hier einen Schwerpunkt setzt, wird Deutschland nachdrücklich unterstützen", so der Umweltminister.
Die Bundesregierung habe sich in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie dazu bekannt, die Rohstoffproduktivität bis zum Jahr 2020 gegenüber 1994 zu verdoppeln. "Ressourceneffizienz bedeutet Innovation und Modernisierung. Hier liegt eine Schlüsselqualifikation zukunftsfähiger Gesellschaften. Unsere Wirtschaft hat das Potential, zur ressourceneffizientesten Volkswirtschaft der Welt zu werden. Und das wollen wir auch erreichen", so Röttgen.
awr
Links
EU-Kommission
Ressourcen
Ressourcenschonendes Europa – eine Leitinitiative innerhalb der Strategie Europa 2020. Mitteilung (26. Januar 2011)
Konsultation für einen Fahrplan (Roadmap) "Ressourcenschonendes Europa" (24. Februar 2011)
Hintergrundpapier zur Konsultation "Ressourcenschonendes Europa" (24. Februar 2011)
Fact Sheet "Resource Efficiency – a business imperative" (April 2011)
Konferenz "Green Week" zur Ressourceneffizienz (24. bis 27. Mai 2011)
"Resource efficiency – Using less, living better". Rede von Umweltkommissar Janez Poto?nik zur "Green Week" (24. Mai 2011)
Strategie für eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen [KOM(2005) 670] (21. Dezember 2011)
Generaldirektion Forschung und Innovation
Gemeinschaftssystem der Europäischen Union für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung (EMAS)
Rohstoffe
Rohstoffpolitik: Kommission legt neues Strategiepapier vor. Pressemitteilung (2. Februar 2011)
Rohstoff-Strategie. Mitteilung: "Grundstoffmärkte und Rohstoffe: Herausforderungen und Lösungsansätze". Kom (2011) 25 (2. Februar 2011)
Die Rohstoffinitiative — "Sicherung der Versorgung Europas mit den für Wachstum und Beschäftigung notwendigen Gütern". COM(2008) 699 (4. November 2008)
Recycling
Umwelt: Ressourcenverbrauch bis 2050 verdreifachen oder Effizienz und Recycling verbessern? Pressemitteilung (31. März 2011)
Wann ist Abfall kein Abfall mehr? Wenn er die neuen Abfallende-Kriterien zur Förderung der Recyclingmärkte erfüllt. Pressemitteilung (31. März 2011)
Übersicht zum Umgang mit Abfall
Biologische Vielfalt
Biodiversität: Kommission präsentiert neue Strategie zur Eindämmung des Biodiversitätsverlusts innerhalb von zehn Jahren. Pressemitteilung (3. Mai 2011)
Biodiversitätsstrategie auf Englisch (3. Mai 2011)
Q&A on the Communication an EU biodiversity strategy to 2020 (3. Mai 2011)
Joint Research Centre (JRC) – Institute for Environment and Sustainability: Internetseite
EU-Parlament
Berichtsentwurf über eine wirksame Rohstoffstrategie für Europa (10. März 2011)
Entschließung zu Europa 2020 / zur Leitinitiative "Ressourcenschonendes Europa" (17. Februar 2011)
Bessere Entsorgung von Elektro- und Elektronikschrott (3. Januar 2011)
Zuständige Ausschüsse
Industrie, Forschung und Energie (ITRE): Internetseite
Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI): Internetseite
Rat
Schlussfolgerungen des Rates zum Thema "Rohstoffe und Grundstoffmärkte: Finanzielle Herausforderungen und Lösungsansätze" (4. Mai 2011)
Deutschland
BMWi:
Rohstoffstrategie der Bundesregierung (Oktober 2010)
BMWi:
Deutschen Rohstoffagentur
BMWi: Deutsche Materialeffizienzagentur(demea)
BMU: Arbeitsentwurf des BMU für ein Deutsches Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess) ? Programm zum Schutz natürlicher Ressourcen in einer ökologisch?sozialen Marktwirtschaft (Stand 7. April 2011)
BMU: GreenTech made in Germany 2.0. Umwelttechnologie-Atlas für Deutschland (2009)
Bundesregierung: Die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie (2002)
Globale Strategien
UNEP: International Resource Panel (IPR)
UNEP: Bericht zum Ressourcenverbrauch: Decoupling report (26. Mai 2011)
UNEP/EU-Kommission:
Umwelt: Ressourcenverbrauch bis 2050 verdreifachen oder Effizienz und Recycling verbessern? (26. Mai 2011)
OECD:
OECD work on green growth (Mai 2011)
OECD:
Umweltschutz und Wachstum jetzt Hand in Hand. Pressemitteilung zur OECD-Strategie für umweltverträgliches Wachstum (Mai 2011)
Daten
Eurostat:
EDCNRP – Raw Material Group – Raw Material Data
Materialflows.net: Daten zum weltweiten Ressourcen-Verbrauch
World Metals Statistics Bureau: Statisken zum globalen Metallverbrauch
Studien
UNEP/EU-Kommission: Umwelt: Ressourcenverbrauch bis 2050 verdreifachen oder Effizienz und Recycling verbessern? (26. Mai 2011)
UN:
Millenium ecosystem assessment. Studie zum globalen Zustand von 24 Schlüssel-Ökosystemdienstleistungen (2005)
World Food Program (WFP): The State of Food Insecurity in the World (2010)
Ökoinstitut:
Study on Rare Earths and Their Recycling (Januar 2011)
Forschungszentrum für Umweltpolitik (FU Berlin): Umweltpolitische Strategieentwicklung. Das Beispiel einer Strategie zur Schonung natürlicher Ressourcen. Von Florian Raecke (April 2011)
Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE): Wie Deutschland Rohstoffland wird. Empfehlung des Rates für Nachhaltige Entwicklung, texte Nr. 39. (Juni 2011)
Think Tanks / Netzwerke
Umweltbundesamt (UBA): Ressourcenschonung
Umweltbundesamt (UBA):
MaRess-Programm
European Centre for Energy and Resource Security (EUCERS): Internetseite
Ecologic Institut EU:
Ressourcen
Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie: Internetseite
Netzwerk Ressourceneffizienz: Internetseite
Metalle pro Klima: Internetseite
WirtschaftsVereinigung Metalle:
Europäischer Industrie-Dialog Brüssel-Berlin "Ressourceneffizienz – ist weniger mehr?" (16. Juni 2011)
Mehr zum Thema auf EURACTIV.de
Kritik an Oettingers Energieeffizienzplänen (22. Juni 2011)
OECD und FAO: Rohstoffe und Lebensmittel teurer (17. Juni 2011)
Rohstoffmärkte: Sarkozy drängt auf Regulierung (14. Juni 2011)
EU-Strategie zur Artenvielfalt: "Ilse Aigner muss Farbe bekennen" (3. Mai 2011)
Europas Abfall: Niederländer sind Müllchampions (29. April 2011)
EU-Parlament will strengere Regeln für Elektroschrott (3. Februar 2011)
EU-Rohstoffstrategie: "Wir wollen das Potenzial finden" (2. Februar 2011)
Europäisches Recyclingsystem für Seltene Erden? (1. Febraur 2011)
Rohstoffstrategie: Ärger über neue Verschiebung (26. Januar 2011)
Deutschland braucht ein Bergbauunternehmen – mit Bundesbeteiligung (18. Januar 2011)
Drohender Energie- und Rohstoffimperialismus (7. Januar 2011)